Oberwallner: "Umstieg auf umweltfreundlichere Kfz muss für Konsumenten attraktiv sein"

"Öko-Bonus gute Investition zur Senkung der Umweltbelastung durch den Verkehr" - Rund 1,3 Mio. Fahrzeuge oder 25 % des Bestandes in Österreich vor 1997 zugelassen

Wien (PWK034) - "Eine Abmilderung der steuerlichen Belastung beim Umstieg von alten auf neue, verbrauchs- und schadstoffärmere Fahrzeuge ist letztlich eine Investition zur Senkung der Umweltbelastung durch den Verkehr", sagt Gustav Oberwallner, Obmann des Bundesgremiums des Fahrzeughandels der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Derzeit belasten rund 1,3 Millionen Fahrzeuge, die vor 1997 zugelassen worden sind, die Umwelt unverhältnismäßig hoch.

"Daher begrüßt die Kfz-Wirtschaft die aktuellen Pläne der Politik, namentlich von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, zur Einführung eines Öko-Bonus‘ für die Anschaffung eines neuen Pkw und gleichzeitige Verwertung eines technisch überalterten Fahrzeuges." Denn die im Vergleich zu anderen EU Nachbarstaaten hohe steuerliche Belastung der Anschaffung von Pkw stelle "einen der wesentlichen Gründe für die zunehmende Überalterung des Fahrzeugbestandes in Österreich" dar.

Der Fahrzeughandel in Österreich unterstützt die Bemühungen zur Reduktion der Umweltbelastung seit Jahren aktiv: Zur Erhöhung des Kundennutzens bei Anschaffung von Neuwägen erachtet die Branche allerdings ergänzende steuerliche Maßnahmen als notwendig, unter anderem die
* Aussetzung der Kfz-Steuer bzw. Neuausrichtung der Besteuerung "weg von einer Steuer nach Leistung, also Kilowatt, hin zu einer Steuer, die sich an Emissionswerten, insbesondere jenen von Kohlendioxid und Stickoxid, ausrichtet.
* (Befristete) Abschaffung der Normverbrauchsabgabe oder wenigstens eine Reduzierung der NoVA
* Steuerliche Gleichstellung des Investitionsgutes Pkw, d. h. Vorsteuerabzug für überwiegend betrieblich genutzte Kfz durch eine Pauschalierung
* Entwicklung von attraktiven Finanzierungsmodellen, wie sie sich in anderen Ländern wie Frankreich, Spanien, Italien bereits sehr bewährt haben.

Die Nachhaltigkeit der Maßnahmen sei "im Interesse aller Verkehrsteilnehmer und sichert Arbeitsplätze in der österreichischen Zulieferindustrie", unterstreicht Oberwallner. (JR)

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