Hundstorfer zu Armuts- und Reichtumsbericht: Kampf gegen Armut weiter im Zentrum der Sozialpolitik

Wichtige Fortschritte in vergangenen zwei Jahren erreicht

Wien (BMSK) - Anlässlich der Präsentation des aktuellen Armuts-und Reichtumsberichtes der Österreichischen Gesellschaft für Politikberatung unterstrich Sozialminister Rudolf Hundstorfer, dass die Bekämpfung der Armut weiter im Zentrum der Sozialpolitik steht. "Wir können es nicht einfach so hinnehmen, wenn nach wie vor sehr viele Menschen in Armut leben müssen. Wir werden daher auch in den kommenden Jahren viele Anstrengungen unternehmen, um das ‚Gespenst’ Armut in Österreich weiter zurückzudrängen. In den vergangenen beiden Jahren sind aber bereits viele Maßnahmen gesetzt worden, um Armut wirksam zu bekämpfen", sagte Hundstorfer in Hinblick auf die heute präsentierten Zahlen, die aus dem Jahr 2006 stammen. ****

So sei es gelungen, die Armutslücke deutlich zu verkleinern, nachdem der Ausgleichszulagenrichtsatz wiederholt überproportional angehoben wurde. Zudem wurden ein Mindestlohn in der Höhe von 1.000 Euro und die Mindestpension eingeführt sowie die Arbeitslosenversicherungsbeiträge für niedrige Einkommen gesenkt oder gar ganz gestrichen. Die Rezeptgebühren wurden für Menschen mit niedrigen Einkommen gedeckelt, und freie DienstnehmerInnen in die Sozialversicherung hereingenommen. "Mit der Umsetzung der bedarfsorientierten Mindestsicherung werden wir ein weiteres wichtiges Instrument zur Armutsbekämpfung erhalten", sagte der Sozialminister.

Die wichtigste Maßnahme zur Vermeidung von Armut sei aber ein Arbeitsplatz, betonte Hundstorfer. Viele Menschen stürzen in die Armutsfalle, nachdem sie ihren Arbeitsplatz verloren haben und keinen neuen finden. "Eine möglichst effektive Arbeitsmarktpolitik und spezielle Hilfsmaßnahmen für jene, die es nicht alleine schaffen, sind elementar in der Armutsbekämpfung", so der Minister. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die Aktion 500, durch die in den letzten eineinhalb Jahren mehr als 4.600 Menschen mit Behinderungen einen Arbeitsplatz finden konnten.

"In Österreich gibt es noch viel zu tun in der Armutsbekämpfung. Jedoch darf man auch nicht vergessen, dass Österreich bei der Armutsgefährdungsquote deutlich unter dem EU-Durchschnitt liegt. Wir sind auf einem guten Weg, den wir konsequent fortsetzen werden", schloss der Sozialminister. (Schluss)

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