FP-Ebinger: FPÖ-Forderung nach mehr Musikschulen - warum blockiert die SPÖ, Herr Häupl?

Wien, 19.01.2009 (fpd) - Der Ruf Wiens als Musikmetropole beruht hauptsächlich auf seinen traditionsreichen Institutionen. Was die Musikerziehung angeht, ist Wien aber bedauerlicherweise nicht nur im internationalen Vergleich sondern auch im Vergleich mit anderen österreichischen Bundesländern schon seit vielen Jahren ins Hintertreffen geraten. Alle Bemühungen der letzten Jahre seitens der FPÖ in Wien dieser dramatischen Entwicklung Einhalt zu gebieten, bzw. entgegen zu steuern waren bisher ohne Erfolg geblieben. Denn die SPÖ behauptet weiterhin, dass ohnedies genug zur Förderung der Kinder und Jugendlichen geschehe, so der Kultursprecher der Wiener FPÖ, LAbg. Mag. Gerald Ebinger.

Während Niederösterreich für 1,5 Millionen Einwohner 152 Musikschulen, die mehr als 53.000 Schüler unterrichten, anbieten kann, gibt es in Wien nicht einmal eine Musikschule pro Bezirk, sondern lediglich 17 Musikschulen für das gesamte Bundesland. Für Wiens Jugendliche stehen nur 6.231 Plätze an Wiener Musikschulen zur Verfügung, wobei bereits die Singschulen mit eingerechnet sind. Solange nicht jedes Kind, das ein Musikinstrument erlernen will und die Aufnahmeprüfung geschafft hat, einen Platz in einer Musikschule findet, um eine entsprechende Ausbildung absolvieren zu können, ist die Kulturpolitik in Österreich als gescheitert zu betrachten.

Wie dringlich eine rasche Initiative seitens der Stadt Wien notwendig ist, beweisen auch die Zahlen auf der Warteliste für einen Platz in einer Musikschule. Ca. 700 Wartende, die allesamt bereits eine Aufnahmeprüfung bestanden haben, warten zurzeit vergeblich auf einen Unterrichtsplatz. Dazu kommen noch die Bestrebungen, den Ausbau des Gruppenunterrichtes zu forcieren. Aus Qualitäts- und Seriositätsgründen sprechen sich jedoch sämtliche Fachgruppen gegen einen Gruppenunterricht aus. Experten betonen immer wieder, dass nur in Ausnahmefällen und nur auf Wunsch der Lehrer aus pädagogischen Gründen ein Gruppenunterricht für die Förderung der Schüler sinnvoll ist, so Ebinger.

Wenn es um Werbung für die SPÖ oder aber auch um die Versorgung von verschiedensten Firmen mit Nahebezug geht, hat man den Eindruck, dass bei Bürgermeister Häupl und seinen Mannen das Geld recht locker sitzt - geht es aber um die Bildung unserer Jugend so gibt es bedauerlicherweise kein Budget. Der Noch-Bürgermeister vermittelt seit geraumer Zeit ohnedies eher den Eindruck, als sei er seines Amtes längst überdrüssig. Die seit Jahren angezüchteten Defizite und Mängel des Musikschulwesens in Wien müssen schleunigst aufgehoben werden, damit unser Nachwuchs auch das optimale Umfeld zur Entfaltung ihrer musikalischen Anlagen und Fähigkeiten bekommt. Die FPÖ fordert daher weiterhin die Aufstockung der Mittel auf 55 Millionen Euro und die Schaffung von 15.000 neuen Musikschulplätzen in den nächsten 5 Jahren, damit die sprichwörtliche Tradition Wiens als Musikstadt von der heranwachsenden Jugend fortgeführt werden kann, so Ebinger abschließend. (Schluss)paw

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