Öllinger: Armuts- und Reichtumsbericht zeigt, dass Sozialsystem nicht vor Armut schützt

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Wien (OTS) - "In Österreich gibt es Armut und es gibt ein Sozialsystem, das Menschen in Kurzzeit-Arbeitsverhältnissen, in neuen Beziehungsformen, aber auch Menschen in Niedriglohnbranchen nicht vor Armut schützt", kritisiert der Sozialsprecher der Grünen, Karl Öllinger. Und weiter: "Der heute vorgestellte Armuts- und Reichtumsbericht zeigt die Defizite des Sozialsystems in einem der reichsten Länder der Welt deutlich auf und benennt Probleme wie Wirkung und damit ungeschminkte Realitäten: Sehr wohl geschützt und unterstützt werden Menschen mit sehr hohen Einkommen und Vermögen."

"Umso wichtiger ist es, hier schnell Schutzmauern gegen Armut zu bauen", fordert Öllinger. "Wenn, wie der Bericht zeigt, nur mehr 57 Prozent aller Beschäftigten ganzjährig in Vollzeitbeschäftigung sind, dann müssen Arbeitslosengeld und Notstandshilfe gegen Armut abgesichert werden. Ein wichtiger Schritt dazu ist die Erhöhung der Ersatzrate in der Arbeitslosenversicherung auf den EU-Durchschnitt von 70 Prozent." Österreich hat derzeit mit 55 Prozent die zweitniedrigste Ersatzrate in der EU. Öllinger weist dabei auf die gerade laufende Postkartenaktion der Grünen und die E-Mailaktion auf der Homepage der Grünen zur Erhöhung des Arbeitslosengeldes hin.

Notwendig sei, meint Öllinger, aber auch eine Grundsicherung, die ihren Namen verdient: "Die Grundsicherung muss sicherstellen, dass die Menschen nicht in Armut dahinvegetieren. Und sie muss Betroffene dabei unterstützen, neue Perspektiven zu entwickeln. Beide Bedingungen erfüllt das Regierungsmodell leider nicht", so Öllinger abschließend.

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