Energiedebatte - SP- Ekkamp: Wien forciert längst alternative Energieträger

Wiener ÖVP versucht einmal mehr Konsumenten Sand in die Augen zu streuen

Wien (SPW-K) - "Die Wiener ÖVP fordert etwas, das die Wiener SP-Stadtregierung bereits längst umsetzt. Wien forciert alternative Energieträger wie gleichsam Energiesparmaßnahmen und weist dabei beachtliche Erfolge auf", stellte Montag der Energiesprecher der Wiener SPÖ und Vorsitzende des Unterausschusses Wiener Stadtwerke des Wiener Gemeinderates, Gemeinderat Franz Ekkamp, zu Aussagen der Wiener ÖVP hinsichtlich der Energieunabhängigkeit fest.

Der SP-Mandatar erinnerte daran, dass Wien bereits seit vielen Jahren verstärkt auf erneuerbare Energien setze. Ekkamp: "Wien Energie hat den Anteil an Ökostromproduktion auf über 500.000 Megawattstunden pro Jahr erhöht. Sonne, Wasser und Wind aber auch Waldbiomasse werden in elektrische Energie umgewandelt. Alleine die Windparks von Wien Energie liefern insgesamt für rund 60.000 Haushalte Strom. Europas größtes Waldbiomassekraftwerk steht in Wien Simmering und versorgt 48.000 Haushalte mit Strom und 12.000 Haushalte mit Wärme, das hochmoderne Kraftwerk ersetzt umgerechnet 72.000 Tonnen Steinkohle oder 47.000 Tonnen Heizöl pro Jahr. Auch die energetische Biogasanlage ist ein wichtiger Beitrag zur Energiegewinnung aus alternativen Energiequellen. Die wieder erneuerbare Energie Wasserkraft ist in Wien leider nur sehr begrenzt nutzbar. Die Stadt hat sich jedenfalls am Donaukraftwerk Freudenau beteiligt und erst vor kurzem das ´Unterflur-Wasserkraftwerk` Nußdorf in Betrieb genommen, das immerhin rund zehntausend Haushalte mit Strom versorgt. Nicht zuletzt weist Wien die höchste Solarförderung von allen Bundesländern auf, betonte Ekkamp.

"Umweltschutz auch durch geringeren und vor allem sorgsamen Einsatz von Energie ist Wien ebenfalls ein enges Anliegen", so Ekkamp. Jährlich würden Hunderttausende Tonnen von Schadstoffausstößen durch die modernen Filteranlagen und die Kraft-Wärme-Kopplungen vermieden und dadurch der Einsatz von anderen Energieträgern vermieden. Mit dem Klimaschutzprogramm (KLIP) und dem Städtischen Energieeffizienzprogramm (SEP) und den darauf basierenden Maßnahmen wie Niedrig- bzw. Passivenergiehäusern, dem Ökobusinessplan sowie nicht zuletzt dem Thermischen Wohnhäusersanierungsprogramm (Thewosan) beschreite Wien konsequent den richtigen Weg, hob Ekkamp hervor.

"Dennoch wäre es eine Illusion, ja unverantwortlich gegenüber den WienerInnen, allein aus parteitaktischen Schachzügen, so wie dies die ÖVP krampfhaft versucht, einen möglichen raschen Ausstieg aus dem wichtigen und umweltfreundlichem Erdgas bzw. die mögliche absolute Energieautarkie Wiens zu suggerieren", setzte Ekkamp fort. Erdgas ist gegenüber Erdöl umweltfreundlich und wird auch in Österreich in einem nicht unwesentlichen Ausmaß gewonnen. Sein Ersatz durch andere Energieträger ist - gerade in einer dicht verbauten Großstadt wie Wien - nicht von Heute auf Morgen zu bewerkstelligen. Die Wiener SP-Stadtregierung bzw. die Wiener SPÖ werden jedenfalls den Weg der Forcierung intelligenter alternativer Energieträger konsequent weitergehen, und dabei nicht - wie andere Parteien - den WienerInnen Sand in die Augen streuen", schloss Ekkamp. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ Klub Rathaus, Presse
Franz Schäfer
Tel.: (01) 4000-81923

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS10001