Grüne Wien: Keine voreiligen Jubelmeldungen zu Videoüberwachung im Gemeindebau

Ellensohn: Evaluierung abwarten

Wien (OTS) - Verwundert zeigt sich der Stadtrat der Grünen, David Ellensohn, über Jubelmeldungen bezüglich Videoüberwachung im Gemeindebau. Denn derzeit gibt einen laufenden Probebetrieb, der erst Ende 2009 evaluiert werden soll.

"Voreilige Jubelmeldungen in Medien sind fehl am Platze. Was es braucht, ist vielmehr eine konkrete Evaluierung unter Einbeziehung des weiteren Umfeldes der Videoüberwachung", so Ellensohn. Das Problem ist altbekannt: Videoüberwachung führt in den meisten Fällen lediglich zur Verlagerung der Probleme in nicht überwachte Bereiche in der Umgebung. Dieser so genannte Birmingham-Effekt ist bei einer abschließenden Beurteilung unbedingt mit zu beachten.

Ellensohn: "Die Kosten für dieses Experiment von Wiener Wohnen stehen in keinerlei Verhältnis zu den tatsächlichen Schäden. Dieses Geld für sinnvolle Nachbarschaftsbetreuung auszugeben wäre weit besser. Wer jetzt schon eine Fortführung des Projektes - oder gar die Ausweitung mittels mobiler Anlagen - fordert, hat sich, abgesehen von den rechtlichen Problemen, die eine solche bringen würde, noch niemals mit dieser Problematik ernsthaft beschäftigt", so Ellensohn abschließend.

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