Ludwig: Wohndrehscheibe wichtiges Element sozialer Wohnbaupolitik

Service- und Hilfsangebot für einkommensschwächere Personen von der Erstberatung bis zum Vertragsabschluss

Wien (OTS) - Die Wohndrehscheibe, ein Projekt, das im Auftrag des Wohnservice Wien und Fonds Soziales Wien von der Volkshilfe Österreich durchgeführt wird, wurde 1997 gegründet. In den elf Jahren ihres Bestehens hat sich die Wohndrehscheibe zu einem wichtigen Element des sozialen Wiener Wohnungsmarktes entwickelt.****

"Die Wohndrehscheibe verfolgt das Ziel, einkommensschwache Personen, wie beispielsweise Arbeitslose, Migrantinnen und Migranten sowie Asylberechtige, bei der Suche nach einer passenden und leistbaren Wohnung zu unterstützen. Die Leistungen reichen von der Erstberatung über Hilfe bei der Erstellung eines Finanzierungsplans bis hin zur Vermittlung konkreter Wohnungsangebote und der Begleitung bei dem Abschluss des Mietvertrags. Wie wichtig diese Einrichtung ist, belegt die Bilanz, die wir nun präsentieren können", erklärte Wohnbaustadtrat Michael Ludwig, heute Montag, gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Volkshilfe Österreich, Herrn Mag. (FH) Erich Fenninger und der langjährigen Leiterin der Wohndrehscheibe, Mag.a Alexandra Adam.

"Die Stadt Wien lässt niemanden alleine. In Wien werden die Mittel der Wohnbauförderung im Rahmen des Zweckzuschussgesetzes, im Gegensatz zu einigen anderen Bundesländern, ausschließlich für den Bereich Wohnen verwendet. Dabei setzen wir auf die Neuerrichtung von Wohnräumen, die Sanierung bestehender Altbauten und die Subjektförderung, also die direkte finanzielle Unterstützung sozial Schwächerer. Durch diesen konsequenten Einsatz öffentlicher Gelder -im Jahr 2008 waren es rund 600 Millionen Euro - leisten wir einen wichtigen Beitrag, dass Wohnen in Wien leistbar bleibt. Dennoch stellt die Wohnungssuche vor allem für Menschen mit ganz geringem Einkommen, wie beispielsweise Personen ohne Beschäftigung eine besondere Herausforderung dar. In diesem Bereich leistet das Team der Wohndrehscheibe durch die Vermittlung von Wohnungen eine wichtige Unterstützungsleistung", unterstrich Ludwig.

In den Jahren 2007 und 2008 ist es dem Team der Wohndrehscheibe gelungen, 803 Wohnungen für sozial schwächere Personen zu finden. Ein besonderer Erfolg war die Vermittlung von 563 privaten Hauptmietwohnungen. In diesem Bereich konnte die Vermittlungsquote im Vergleich zu den Jahren 2005 und 2006 um rund 50% gesteigert werden. Möglich wurde dies vor allem durch die Neustrukturierung der Leistungen, die eine Erhöhung auf neun Beratungstermine pro Woche bei gleichzeitiger Verkürzung der Wartezeit umfasste. Zudem wurde das System der Gruppenberatung auf individuelle Einzelberatungen umgestellt, um noch effizienter auf die persönlichen Bedürfnisse und Möglichkeiten der Wohnungssuchenden eingehen zu können. In der Praxis zeigte sich, dass diese Einzelberatungen besonders für Migrantinnen und Migranten, aber auch für Konventionsflüchtlinge sinnvoller sind, da noch besser auf sprachliche Probleme Rücksicht genommen werden bzw. die Beratung auch fremdsprachig erfolgen kann.

Die weitere Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Maklerbüros und Hausverwaltungen stellt daher auch einen besonderen Schwerpunkt in der Öffentlichkeitsarbeit der Wohndrehscheibe dar, wie Adam erklärt: "Uns ist die verstärkte Aufklärungsarbeit gegenüber Maklerinnen und Maklern, Hausverwaltungen und Wohnungseigentümerinnen und -eigentümern so wichtig, denn oftmals gibt es Bedenken, das bei einkommensschwächeren Mieterinnen und Mietern Mietzinsrückstände drohen. Daher informieren wir bewusst über Möglichkeiten des Bezugs von Miethilfe und Wohnbeihilfe sowie die Tatsache, dass diese finanziellen Unterstützungsleistungen der Stadt Wien, das Risiko eines Mietausfalls wesentlich reduzieren. Vor allem bei Flüchtlingsfamilien, die ausschließlich Sozialhilfe beziehen, ist es unumgänglich, die potentiellen Vermieterinnen und Vermietern über die zu erwartenden finanziellen Leistungen der MA 40 genau zu informieren, um Vorurteile und Angst vor drohenden Mietzinsrückständen auszuräumen."

Anmeldung bei der Wohndrehscheibe

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, sich bei der Wohndrehscheibe anzumelden: Interessierte melden sich aus Eigeninitiative per Telefon für eine persönliche Erstberatung an oder die Wohnungssuchenden werden durch andere Sozialeinrichtungen an die Wohndrehscheibe überwiesen. In beiden Fällen besprechen die MitarbeiterInnen mit den Kundinnen und Kunden deren aktuelle Lebenssituation aber auch die finanziellen Möglichkeiten. In der Folge sucht die Wohndrehscheibe die günstigsten Angebote am privaten und geförderten Wiener Wohnungsmarkt, die die Interessierten dreimal pro Woche in der Wohnungsbörse einsehen können. Dank der guten Zusammenarbeit mit den Wiener Immobilienmaklerbüros werden auch immer wieder günstige Wohnungen direkt an die Wohndrehscheibe vermittelt.

Bilanz und Statistik der Jahre 2007 und 2008

Im Förderzeitraum 1. Januar 2007 bis 31. Dezember 2008 wurden insgesamt 2.750 wohnungssuchende Haushalte von den MitarbeiterInnen der Wohndrehscheibe beraten. Der Schwerpunkt lag mit 2.750 Gesprächen auf den Erstberatungen, danach folgten 3.042 weiterführende und 2.230 telefonische Beratungen.

Service:

o Wohndrehscheibe 2., Große Sperlgasse 26 Telefon: 01 893 61 17 www.wohndrehscheibe.at

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/ma53/rkfoto/

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