Darabos: Ausbau von Drogenprävention bei Grundwehrdienern

Wien (BMLV) - Etwa 25.000 bis 30.000 junge Menschen leisten jedes Jahr ihren Präsenzdienst beim Österreichischen Bundesheer. Durch die umfassenden militärmedizinischen Untersuchungen bei der Stellung, zu Beginn und während des Grundwehrdienstes leistet das Bundesheer einen wesentlichen Beitrag zur Krankheitsprävention in Österreich. Dadurch können zum Beispiel chronische Krankheiten erstmals festgestellt werden. Im Rahmen der militärmedizinischen Untersuchungen testet das Bundesheer die Rekruten selbstverständlich auch hinsichtlich Drogenkonsum. Österreichweit wird im Durchschnitt bei 10 bis 15 % der Rekruten Drogenkonsum nachgewiesen. Im Rahmen des Grundwehrdienstes werden routinemäßig und anlassbezogen (z.B. vor Führerschein-Ausbildung oder vor Antritt des Dienstes im Sanitätsbereich) weitere Untersuchungen durchgeführt.

Verteidigungsminister Norbert Darabos ist es ein großes Anliegen, dass während des Grundwehrdienstes auch intensiv Präventionsarbeit geleistet wird: "In unseren Kasernen wird mit den jungen Männern und Frauen intensiv Präventionsarbeit geleistet. Wir müssen diesem gesamtgesellschaftlichen Problem mit aller Kraft entgegenwirken -dabei gehen wir mit gezielter professioneller Aufklärungsarbeit vor."

Minister Darabos hat daher im Jahr 2008 veranlasst, Richtlinien zur Prävention des Drogen- und Suchtmittelmissbrauchs auszuarbeiten. Diese Richtlinien sind in Kraft. Folgende Maßnahmen wurden auf Initiative des Ministers vom Bundesheer gesetzt:

  • Eigene Broschüre
  • Fortbildungskurse "Suchtprävention und -bekämpfung2 für Zugskommandanten und Sanitätspersonal
  • Spezielle Ausbildungsblöcke zum Thema "Suchtprävention und -bekämpfung2 an der Heeresunteroffiziersakademie und an der Militärakademie
  • Präventionsarbeit durch Sanitätsdienstliches Personal während des Grundwehrdienstes
  • Betreuung durch den Heerespsychologischen Dienst ("Vertrauenspersonen")
  • Kooperationen mit Jugendbetreuungseinrichtungen
  • Mitarbeit des Ressorts in der Bundesdrogenkoordination

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Mag. Stefan Hirsch
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