Wintersportorte: AKNÖ fordert Sicherstellung kostenloser medizinischer Versorgung

Behandlung nach Skiunfall zu kostspielig

Wien (AKNÖ) - SchifahrerInnen müssen in Österreich damit rechnen, dass sie nicht nur für die Bergung nach einem Unfall zur Kasse gebeten werden, sondern auch für die Behandlung. "Wintersportorte sollten nicht nur nach der Attraktivität der Pisten und der Wellnessangebote bewertet werden, sondern auch nach der Leistbarkeit der medizinischen Versorgung ", sagt AKNÖ-Vizepräsident Markus Wieser.

Eine junge Niederösterreicherin stürzt im vorigen Winter auf einer Piste im Tiroler Kühtai und bricht sich das Schienbein. Sie wird im Akja abtransportiert und zum Arzt gebracht, der die Erstversorgung übernimmt. Dann geht es mit der Rettung weiter ins Spital. Einige Zeit später erhält die Patientin eine Rechnung über 1.000 Euro, wovon die Krankenkasse nur einen Teil übernehmen kann. Der Grund: Der Mediziner ist Wahlarzt ohne Kassenvertrag und stellt für seine Leistungen eine Honorarnote. Die Krankenkasse kann nur 80 Prozent des Kassentarifs übernehmen. "So wie dieser jungen Frau ergeht es auch anderen SchifahrerInnen. Die Urlauber finden zwar supertolle Pisten vor und auch top ausgestattete Arztpraxen, aber oft keine kostenlose medizinische Versorgung. Schon der Abtransport ist in vielen Wintersportorten kostenpflichtig. Das erfahren die UrlauberInnen aber meist erst nach dem Unfall", sagt AKNÖ-Sozialrechtsexperte Mag. Josef Fraunbaum. "Hier muss in manchen Wintersportorten ein Umdenken stattfinden. Attraktiv sind sie für UrlauberInnen nur dann, wenn die Leistbarkeit der medizinischen Versorgung und das touristische Umfeld gleichermaßen passen", sagt AKNÖ-Vizepräsident Markus Wieser.

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Mag. Josef Fraunbaum
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