87. Blumenball erstmals mit fairem FFP-Pflanzenschmuck

Nachhaltige Blumenzertifizierung schreitet in Europa voran

Wien (OTS) - Dass Nachhaltigkeit und Fairness auch bei festlichen Anlässen nicht zu kurz kommen dürfen, unterstrichen die Wiener Stadtgärtner am vergangenen Freitag eindrucksvoll beim 87. Blumenball im Wiener Rathaus. So wurden in der diesjährigen "Nacht der 100.000 Blüten" erstmals ausschließlich Pflanzen mit dem weltweit gültigen FFP-Qualitätslabel (Fair Flowers Fair Plants) verwendet, das für höchste Standards sowohl im Sozial- als auch im Umweltbereich steht. Der Blütentraum in Gelb-Weiß-Gold kam somit nicht nur den frühlingshungrigen Besuchern, sondern auch den Arbeitnehmern und der Umwelt zugute. Dies teilte das Blumenbüro Österreich heute mit, das sich für Nachhaltigkeit in der Pflanzenbranche engagiert.

Wiener Blumenball als Vorreiter im Nachhaltigkeitsbereich

"Ich begrüße sehr, dass sich Wien und seine Stadtgärtner diesem zukunftsträchtigen und wichtigen Thema angenommen haben. Das zeigt, dass sie und die österreichische Bundeshauptstadt Vorreiter im Umwelt- und Sozialbereich sind", betonte Rolf Persson, Präsident der schwedischen Branchenorganisation, anlässlich seines Besuchs beim Blumenball in Wien. Bis vor Kurzem war Persson auch als Präsident der weltweiten und von der EU anerkannten Organisation des Blumen- und Pflanzengroßhandels, Union Fleurs, tätig.

FFP: Non-Profit-Organisation zum Wohle von Mensch und Umwelt

Union Fleurs war es auch, die 2005 die Initiative ergriffen hat, um der wachsenden Flut an Qualitätssiegeln im internationalen Pflanzenhandel mit einem weltweit tätigen Non-Profit-System Einhalt zu gebieten. "Fair Flowers Fair Plants" (FFP) steht für unabhängige Kontrollen und höchste Produktions- und Handelsbedingungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, sieht also beispielsweise einen Schutz für die Gesundheit der Arbeitnehmer und die Umwelt vor. Kinderarbeit ist ebenso verboten wie ein Übermaß an Pflanzenschutzmitteln oder Wassereinsatz. "Im Gegensatz zu anderen Qualitätssiegeln hat FFP auch den Vorteil, dass weltweit alle Länder daran teilnehmen können. Außerdem steht 'Fair Flowers Fair Plants' für eine breite Palette an Schnittblumen und Grünpflanzen und bietet Einzelhändlern und Konsumenten somit ein umfassendes Sortiment", berichtete Persson.

Kaum mehr unzertifizierte Blumen in Schweden absetzbar

Die Einführung dieses internationalen Qualitätslabels ist in einigen Ländern auch bereits von der Europäischen Union unterstützt worden, allerdings fiel die Resonanz höchst unterschiedlich aus. Während in Schweden mittlerweile kaum mehr ungelabelte Blumen absetzbar sind, findet man FFP in Österreich erst in einigen Geschäften. "Dies hat vor allem damit zu tun, dass es zuvor keinerlei faire Labels in Schweden gab. Es existierte keinerlei Konkurrenz zu FFP, weder in den Supermärkten noch bei den Floristen, weshalb dieses Siegel gerne angenommen worden ist", sagte Persson. So sind in Schweden, das generell als Vorreiter im Nachhaltigkeitsbereich gilt und die Umwelt auch zu einer Hauptpriorität in der kommenden EU-Ratspräsidentschaft machen will, bereits rund 930 Teilnehmer am FFP-System - Großhändler und Einzelhändler - verzeichnet. Doch auch in Deutschland haben sich mittlerweile 2.300 Unternehmen zertifizieren lassen. In anderen Ländern wie Frankreich, den Niederlanden, Dänemark und der Schweiz scheint die Nachfrage ebenfalls zu steigen.

Viele schlafen noch - Nachfrage könnte sprunghaft ansteigen

"Derzeit scheinen viele Produzenten und Händler noch zu schlafen und die Zeichen der Zeit zu ignorieren. Aber die Akzeptanz wächst. Je mehr die Menschen über faire Blumen erfahren, desto mehr interessieren sie sich auch dafür", so der schwedische Experte. "Außerdem kann die Nachfrage sprunghaft ansteigen, wenn sich beispielsweise eine Regierung entscheidet, alle öffentlichen Veranstaltungen nur noch mit fairen, zertifizierten Blumen auszustatten. Wenn dies der Fall ist, werden diejenigen maßgeblich profitieren, die bereits Mitglied im FFP-System sind", gab Persson zu bedenken. "Es wäre auch wichtig, noch mehr Gärtner mit ins Boot zu holen, da die Nachfrage nach fairen Blumen bereits jetzt größer ist als das Angebot." In Europa stammen rund 75 bis 80% der gekauften Blumen aus der eigenen Produktion, 20 bis 25% werden - beispielsweise aus Entwicklungsländern - importiert.

Nähere Informationen gibt es beim Blumenbüro Österreich, Laxenburgerstraße 367, 1230 Wien, Telefonnummer: +43/1/615 12 98, Fax: +43/1/615 12 99, E-Mail: office@blumenbuero.or.at, Homepage:
www.blumenbuero.or.at beziehungsweise bei "Fair Flowers Fair Plants" im Internet unter www.fairflowersfairplants.at.
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