Papst ist Ehrenbürger von Mariazell

Delegation unter Leitung von Bischof Kapellari übergibt Benedikt XVI. am kommenden Mittwoch die Ehrenbürgerurkunde

Mariazell-Vatikanstadt, 16.1.09 (KAP) Papst Benedikt XVI. ist Ehrenbürger von Mariazell. Einen entsprechenden einstimmigen Beschluss hat der Gemeinderat der Stadt Mariazell gefasst, der Papst hat die Ehrenbürgerschaft angenommen. Die feierliche Überreichung der Ehrenbürgerurkunde wird am kommenden Mittwoch, 21. Jänner, nach der Generalaudienz im Vatikan stattfinden.

Eine Delegation unter Leitung des steirischen Diözesanbischofs Egon Kapellari wird die Überreichung vornehmen. Der Delegation gehören u.a. der Superior von Mariazell, P. Karl Schauer, der Mariazeller Bürgermeister Helmut Pertl, der Bürgermeister des Nachbarorts St. Sebastian, Manfred Seebacher, Bezirkshauptmann Bernhard Preiner und Prof. Georg Weißmann an. Prof. Weißmann, mittlerweile emeritierter Präsident der Notariatskammer, hatte im Oktober 2004 Kardinal Joseph Ratzinger zu einer Wallfahrt der Notare Mitteleuropas nach Mariazell eingeladen. Es war die erste Begegnung des heutigen Papstes mit dem österreichischen Marienort.

Im Rahmen ihrer Rom-Wallfahrt wird die österreichische Delegation am Dienstag, 20. Jänner, mit dem früheren Kardinal-Staatssekretär - und heutigen Dekan des Kardinalskollegiums - Angelo Sodano zusammentreffen. Kardinal Sodano wird mit den Pilgern aus Österreich am Petrus-Grab die Heilige Messe feiern. Der frühere Kardinal-Staatssekretär hatte bei der "Wallfahrt der Völker" im Rahmen des Mitteleuropäischen Katholikentags im Mai 2004 Johannes Paul II. in Mariazell vertreten. Am Morgen des 21. Jänner feiert Bischof Kapellari in der österreichisch-deutschen Nationalkirche Santa Maria dell'Anima unweit der Piazza Navona mit der Delegation einen Gottesdienst.

Bei der Begegnung mit Benedikt XVI. wird Bischof Kapellari dem Papst auch das Erstexemplar des neuen Buchs "Gottes Projekt" überreichen. Dem im "Pustet"-Verlag erschienenen Buch liegen Mitschnitte der Vorträge zu Grunde, die Kardinal Joseph Ratzinger 1985 bei den "St. Georgener Gesprächen" auf Einladung von Bischof Kapellari im Bildungshaus St. Georgen am Längsee gehalten hatte. Der zentrale Gedanke der Vorträge lautete: "Der Mensch ist nicht irgendein Zufallsprodukt der Erde, sondern ein Projekt Gottes - und das ist der letztlich allein tragende Grund für die Unverletzlichkeit der Menschenwürde". Das Vorwort zu dem Dokumentationsbuch stammt von Bischof Kapellari, als Herausgeber zeichnen der Kärntner diözesane Kulturreferent Karl-Heinz Kronawetter und der Regensburger Theologe Prof. Michael Langer, die beide ebenfalls der Delegation angehören. (ende)
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