Transparent, bedarfsgerecht und individuell pflegen

Neues Pflege-Steuerungsinstrument BESA im Landhaus präsentiert

Bregenz (VLK) - Im Zuge der Einführung des Systems BESA an den Vorarlberger Pflegeheimen wurde bereits Anfang Dezember 2008 mit der Information und Schulung von Heimleitungen und Pflegekräfte begonnen. Nun startet die zweite Schulungsstaffel. "Das Land bekennt sich zur angemessenen Pflege in den Heimen und stellt dafür die nötigen Mittel zur Verfügung. Wir haben zu diesem Zweck ein 6-Punkte-Programm entwickelt, in dem BESA eine tragende Rolle spielt. Ziel ist es, die Pflege transparent, bedarfsgerecht und individuell zu gestalten", sagte Soziallandesrätin Greti Schmid gestern, Donnerstag, bei der Auftaktveranstaltung im Landhaus.

Auf Grund der positiven Ergebnisse der Pilotphase in vier Vorarlberger Pflegeheimen hat der Vorarlberger Sozialfonds beschlossen, BESA flächendeckend in allen Vorarlberger Pflegeheimen einzuführen. Dieses aus der Schweiz kommende neue Arbeitsinstrument beinhaltet eine systematische Pflegebedarfserhebung, die sowohl die Sicht der Bewohnerinnen und Bewohner als auch die Sicht der Beschäftigten in den Heimen inkludiert. Maßgebliches Kriterium sind dabei die Ressourcen der Bewohnerinnen und Bewohner. "Deren Autonomie so weit wie möglich zu erhalten und ihnen die Pflegeleistungen zukommen zu lassen, die sie brauchen - darum geht es uns", so Landesrätin Schmid.

Das 6-Punkte-Programm des Landes Vorarlberg
1. BESA - Instrument zur Weiterentwicklung der angemessenen Pflege 2. gemeinsamen Handlungsrichtlinien für angemessene Pflege und Betreuung, die von der Arge Heim- und Pflegeleiter erarbeitet und von allen unterschrieben wurden.
3. Personalbesetzung: die unterschiedlichen Berufsgruppen -Diplomierte, Pflegehelferinnen und Pflegehelfer, Heimhilfen und "Angelernte" dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden, sondern müssen in enger Kooperation im Sinne der Bewohnerinnen und Bewohner eingesetzt werden. Ein Mindestmaß an Fachlichkeit muss gegeben sein. 4. Zusätzliche Fort- und Weiterbildungs-Möglichkeiten für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflegeheime.
5. Von der Kontrolle zum Controlling: Unterstützung der Häuser bei der Weiterentwicklung der Pflege- und Betreuungsqualität durch ein neues Qualitätsbeurteilungsprogramm. Dieses Programm wird in den nächsten Monaten in fünf Heimen getestet.
6. Mindestpersonalausstattung: Eine Expertengruppe hat ein zukunftsfähiges Modell der qualitativen und quantitativen Personalbemessung entwickelt, das nächste Woche präsentiert wird.

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