GMTN-Wimmer: Wir brauchen neue Werkzeuge, die alten reichen nicht mehr aus!

ArbeitnehmerInnen zahlen nicht die Zeche für die Krise

Wien (GMTN/GdC/ÖGB) - "Wir brauchen neue Werkzeuge, um in diesen schwierigen Zeiten die Beschäftigung, die Kaufkraft und die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Österreich zu sichern - die bisherigen reichen nicht mehr aus", sagt der geschäftsführende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung (GMTN), Rainer Wimmer, nach einer BetriebsrätInnen-Konferenz der Betriebsratsvorsitzenden der Automobil- und Automobilzulieferindustrie, der Zeitarbeitsbranche und in den von Kurzarbeit betroffenen Betrieben am 15. Jänner 2008. "Die Beschäftigungssicherheit, die Konkurrenzfähigkeit und die Zukunftschancen des Wirtschaftsstandortes Österreich entscheiden sich gerade in schwierigen Zeiten, also jetzt. Dafür brauchen wir Entschlusskraft und Taten", sagt Wimmer.

Die Konferenz zeigte einerseits die großen Sorgen der BetriebsrätInnen, aber gleichzeitig enormes Engagement, Wissen und Potenzial der Belegschaftsvertretungen, gemeinsame Konzepte für den Weg aus der Krise zu erarbeiten. Die BetriebsrätInnen erstellten gemeinsam mit der GMTN und der Gewerkschaft der Chemiearbeiter ein Forderungsprogramm, das heute an Sozialminister Rudolf Hundstorfer übergeben wurde. Mit ihren Forderungen stellen die BetriebrätInnen und die Gewerkschaften klar, dass die Sicherung von Beschäftigung und Kaufkraft vorrangiges Ziel sein muss, damit die ArbeitnehmerInnen nicht die Zeche für die durch Spekulationen verursachte Krise zahlen müssen.

Zwtl. Flexibilisierung der Kurzarbeit und Qualifizierungsmaßnahmen

Das Forderungsprogramm an die Bundesregierung beruht auf drei Schwerpunkten: Sicherung der Beschäftigung, wirtschaftspolitische Maßnahmen und Investitionen in die Zukunft.

Zur Sicherung der Beschäftigung werden neben anderen sozialpolitischen Maßnahmen die Neuregelung und Flexibilisierung der Kurzarbeit, die Forcierung von Qualifizierungsmaßnahmen, die Erweiterung des bewährten Modells der Arbeitsstiftungen auch bei aufrechten Arbeitsverhältnissen und die rasche Umsetzung der Ausbildungsgarantie für Jugendliche bis 18 Jahre gefordert. Maßnahmen, die großteils auch auf die ZeitarbeitnehmerInnen auszudehnen sind. Wimmer: "Vom Personalabbau der Betriebe sind in erster Linie ZeitarbeitnehmerInnen betroffen. Für diese Gruppe der ArbeitnehmerInnen müssen rasch neue Perspektiven geschaffen werden."

In den wirtschaftspolitischen Maßnahmen wird vor allem das Ende der restriktiven Vorgangsweisen der Banken bei Kreditvergaben gefordert, damit der Zugang der Unternehmen zu Finanzmitteln gesichert ist. Die Gewerkschaften fordern weiters die Förderung der Diversifizierung der Produktionen der Automobilzulieferindustrie: "Nur breitere Produktpaletten verhindern wirtschaftliche Abhängigkeiten", stellt Wimmer fest.

Bei den Investitionen in die Zukunft liegt das Augenmerk auf den Forschungs-, Entwicklungs- und Zukunftsinvestitionen der Betriebe und auf der Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen. "Es gibt eine Zeit nach der Krise. Es müssen ausreichend Finanzmittel und Förderungen bereit stehen, damit die Unternehmen heute betriebliche Investitionsentscheidungen sowie Innovationen und Aktivitäten in den Bereichen Produktion, Forschung und Entwicklung nicht hinauszögern oder gar reduzieren. Das gefährdet die Arbeitsplätze und den Wirtschaftsstandort Österreich massiv", stellt Wimmer fest.

ÖGB, 16. Jänner 2009 Nr. 15

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