Mölzer: "Rot-Weiß-Rot-Card" soll Bedarf der Industrie an Billigarbeitskräften decken

Zuwanderer sollen geholt werden, obwohl wegen Wirtschaftskrise Arbeitslosigkeit steigt - Familiennachzug führt zum Entstehen eines breiten Subproletariats

Wien (OTS) - Klar sprach sich der freiheitliche EU-Abgeordnete Andreas Mölzer gegen die geplante "Rot-Weiß-Rot-Card" aus: "Wie heute die Salzburger Nachrichten berichten, handelt es sich bei diesem Modell um alten Wein in neuen Schläuchen, weil die Zuwanderung nach Österreich unvermindert fortgesetzt werden soll". Insbesondere kritisierte Mölzer, daß Fachkräfte auf Dauer ins Land geholt werden sollen: "Vorrangig ist die einheimische Bevölkerung durch Qualifizierungsmaßnahmen auszubilden. Erst dann wenn der Bedarf im Inland nicht gedeckt werden kann, sind Fachkräfte aus dem Ausland zu holen - allerdings nur mit zeitlich befristeten Verträgen".

Weiters bemängelte der freiheitliche EU-Mandatar, daß der sogenannte Familiennachzug bleiben soll. "Rund zwei Drittel der Zuwanderung sind auf den Familiennachzug zurückzuführen. Und wie die Vergangenheit gezeigt hat, hat dieses Instrument zum Entstehen eines breiten Subproletariats geführt. Daher ist es ein Gebot der Stunde, den sogenannten Familiennachzug auf Null zu reduzieren", forderte Mölzer.

Außerdem meinte Mölzer, die sogenannte "Rot-Weiß-Rot-Card" habe vor allem den Sinn, den Bedarf der Industrie an Billigarbeitskräften zu decken. "Je mehr Zuwanderer nach Österreich kommen, desto mehr steigt der Druck auf die Löhne, was naturgemäß im Interesse der Wirtschaft ist. Und es ist überhaupt nicht nachvollziehbar, warum Arbeitskräfte aus dem Ausland geholt werden sollen, wenn jetzt wegen der Wirtschaftskrise die Arbeitslosenzahlen steigen. Aber hier scheint Österreich die Vorgaben der EU befolgen zu wollen: Schließlich will Brüssel 50 Millionen Zuwanderer in die EU holen, wo bald EU-weit 50 Millionen Arbeitslose drohen", schloß der freiheitliche Europaparlamentarier.

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