ÖSTERREICH: Regierung bürgerte 95 Ausländer "aus Staatsinteresse" ein

Praxis oft nicht nachvollziehbar - Vom Billardspieler bis zum Turniertänzer

Wien (OTS) - Die Bundesregierung hat in den vergangenen beiden Jahren 95 Ausländer "aus Staatsinteresse" eingebürgert. Dies geht aus vier Ministerratsvorträgen hervor, die der Tageszeitung ÖSTERREICH (Freitag-Ausgabe) vorliegen. Auf der Liste finden sich nicht nur Forscher oder Künstler, sondern auch zahlreiche Sportler, allerdings durchwegs aus Randsportarten: So bekamen unbekannte Rugbyspieler, Turniertänzer oder auch ein Billardspieler den begehrten österreichischen Pass per Ministerratsbeschluss. Auch ein georgischer Schachspieler ist unter den Neo-Staatsbürgern. Vielfach wird die Verleihung der Staatsbürgerschaft mit einem baldigen Einsatz in der jeweiligen Nationalmannschaft begründet, obwohl die Sportler in der Öffentlichkeit oft völlig unbekannt sind.
Auf den Listen findet sich auch der Fall des "AUA-Scheichs " Mohammed Al Jaber. Der Saudi wurde bereits im Herbst 2007 wegen Verdiensten um die Wiener Hotellerie eingebürgert - etwas mehr als ein halbes Jahr bevor er den Deal mit den Austrian Airlines wieder platzen ließ.

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