Pirker: Eigener Kinder-Reisepass bringt mehr Sicherheit

Fingerabdruck soll vor Entführung und Kinderhandel schützen

Straßburg, 15. Jänner 2009 (ÖVP-PD) Das Europäische Parlament beschloss in seiner Plenarsitzung in dieser Woche eine neue EU-Verordnung, nach der künftig auch Kinder ab 12 Jahren einen eigenen Reisepass mit eingebautem Chip ausgestellt bekommen müssen, wenn sie ins Ausland reisen. "Die auf dem Chip gespeicherten zwei Fingerabdrücke dienen der eindeutigen Identitätsfeststellung. Das dient dem besseren Schutz unserer Kinder vor Kinderhandel oder Entführung", begrüßt der ÖVP-Sicherheitssprecher im Europäischen Parlament, Dr. Hubert Pirker, das Abstimmungsergebnis in Straßburg. Auch die Erfassung der Fingerabdrücke in einer zentralen EU-Datenbank ist geplant. ****

Bei den Verhandlungen mit Rat und Kommission hatte das Parlament erfolgreich durchgesetzt, dass die Passpflicht erst für Kinder ab zwölf Jahren gelten soll, auch die Speicherung der Fingerabdrücke auf dem Speicherchip gilt erst ab diesem Alter. "Die EU-Kommission wollte die Altersgrenze bereits bei sechs Jahren einziehen. Das ist aber nicht notwendig und wir haben die Grenze entsprechend nach oben angepasst", so Pirker weiter. "Die Ausstellung des Passes selbst erfolgt ohne viel Aufwand: Die Person, die den Pass beantragt, muss lediglich zwei Finger flach auf einen speziellen Scanner legen."

Die neue Verordnung kann für Pirker dem Kinderhandel effektiv Vorschub leisten, denn die Identität des Kindes lässt sich mit der neuen Reisepass-Verordnung jetzt verlässlich kontrollieren. "Grenzschutzbeamte müssen daher auch Kindern mehr Aufmerksamkeit zukommen lassen. Deren Pässe sind genau so zu kontrollieren wie die von Erwachsenen. Das erschwert die verbrecherische Tätigkeit von Kinderschmugglern und Entführern", betonte Pirker. "Jede Person muss einen eigenen Pass haben, dem die biometrischen Daten des Passinhabers zu entnehmen sind. Das Prinzip 'Eine Person - ein Pass' wird somit erfolgreich umgesetzt", meint Pirker abschließend.

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