Jank: Mehrheit der Wiener Tourismusbetriebe für 2009 zuversichtlich

Wiener Betriebe mit Wintersaison zufrieden. Mehrheit sieht Schwierigkeiten, an Kredite zu kommen. Forderung nach zusätzlichen Unterstützungsmaßnahmen.

Wien (OTS) - Wien (OTS) - Anlässlich der heute startenden Ferienmesse zieht Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, eine positive Bilanz über das vergangene Jahr und die aktuelle Wintersaison. Laut einer aktuellen Umfrage unter den Wiener Tourismusunternehmen ist jeder zweite Tourismusbetrieb mit der Sommersaison 2008 zufrieden bzw. sehr zufrieden. Durchaus zuversichtlich ist auch der Blick auf das neue Jahr: Trotz der derzeitigen Wirtschaftslage rechnen 54 Prozent mit steigenden oder gleich bleibenden Umsätzen. Probleme sehen die Betriebe jedoch beim Zugang zu Krediten. Jeder zweite gibt an, dass es derzeit schwierig ist, einen Kredit für Investitionen im Betrieb zu erhalten. ****

Das abgelaufene Jahr verlief dank der Fußball-EM und des boomenden Kongresstourismus für die Wiener Tourismuswirtschaft äußerst erfolgreich. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von makam Market Research im Auftrag der Wirtschaftskammer Wien. "Die Mehrheit der Betriebe hat einen sehr guten Sommer hinter sich und ist auch mit der aktuellen Wintersaison zufrieden. Über 60 Prozent berichten über gleich bleibende oder gestiegene Umsätze", sagt Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien.

Etwas zurückhaltender sind die Betriebe hingegen bei den Erwartungen zum Jahr 2009. "Wiens Tourismusbetriebe stehen aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor unerwarteten Herausforderungen", sagt Jank. Laut Umfrage geben 70 Prozent der Befragten an, die Wirtschaftslage zumindest etwas zu spüren. Mehr als die Hälfte erwartet, dass die Touristen im kommenden Jahr sparsamer sein werden und sich günstigere Quartiere suchen werden. Dazu kommt, dass jeder Zweite Probleme beim Zugang zu Krediten sieht. "Die Umsetzung von Investitionsprojekten gestaltet sich nach Auskunft der Betriebe schwieriger, hier muss es eine speziell auf den Tourismus abgestimmte Lösung geben", sagt Jank.

Nach Ansicht der Tourismusbetriebe gibt es neben eines leichteren Zugangs zu Investitionskrediten den dringendsten Handlungsbedarf bei der Senkung der Lohnnebenkosten sowie beim Bürokratieabbau. Damit würden die Unternehmen entlastet und das Eigenkapital gestärkt werden. Das eben erst präsentierte Maßnahmenpaket von Wirtschaftskammer und Wirtschaftsministerium sei ein erster wichtiger Schritt, so Jank. Nun gelte es sicherzustellen, dass Wien in den Genuss dieses Pakets gelangt. So sollte die Inlandsnachfrage nicht nur durch Urlaub von Wienern in den Bundesländern gesteigert werden, sondern auch durch Urlaub in Wien.

Als Schritte in die richtige Richtung sieht Jank die Erhöhung der für den Tourismus zur Verfügung stehenden ERP-Kreditmittel auf 38 Millionen Euro und Einführung von Mikrokrediten aus ERP-Fondsmitteln sowie die Verdoppelung des im KMU-Förderungsgesetzes vorgesehenen Haftungsrahmens der Tourismusbank ÖHT auf 500 Millionen Euro. "Jetzt ist aber eine rasche Umsetzung notwendig. Das Geld muss auch in den Betrieben ankommen", sagt Jank.

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