SPÖ Kärnten gegen Atomkraft

LGF Passegger verweist auf SPÖ-Resolution - Zu Scheuch: "Absurd"

Klagenfurt (SP-KTN) - Der Landesgeschäftsführer der SPÖ Kärnten, Gerald Passegger, bezeichnete die heutige Presseaussendung von Uwe Scheuch im Zusammenhang mit Atomkraftwerken als "Angstmache" und verwies auf eine vorgestern vom Kollegium der Kärntner Landesregierung auf Antrag der SPÖ einstimmig beschlossene Resolution. Angesichts der Eindeutigkeit dieses Beschlusses stelle sich nach den "absurden" Unterstellungen Scheuchs die Frage, ob der orange Landeshauptmannstellvertreter einmal zu oft die Zeichentrickserie "Die Simpsons" konsumiert habe.

Resolution

des Landes Kärnten zur verstärkten Förderung alternativer Energieträger und gegen eine Rückkehr zur Atomkraft

Die verstärkte Förderung und Nutzung alternativer und erneuerbarer Energieträger sowie der bewusste und sparsame Umgang mit Energie sollen eine Zukunft ohne Atomstrom ermöglichen.

Das Kollegium der Kärntner Landesregierung bekennt sich daher zur Umsetzung der:

Kärntner Energieleitlinien 2007 - 2015:

  • Plus 50 Prozent bei Fern- und Nahwärme auf Basis von Biomasse
  • Solaranlagen auf jedem dritten Gebäude bis Ende 2015
  • Nutzung des Holzzuwachses von derzeit 60 auf 80 Prozent
  • 7 Prozent Steigerung bei der Stromerzeugung durch Optimierungen bei der Wasserkraft
  • 20 Prozent Senkung des Energieverbrauches bei Altgebäuden durch

thermische Sanierungen

sowie zur Einführung der e:Mobilität und der dazugehörigen Infrastruktur landesweit.

Das Kollegium der Kärntner Landesregierung fordert außerdem die Bundesregierung der Republik Österreich auf, entschlossen gegen jedwede, im Angesicht der aktuellen Gas-Versorgungskrise drohende, Rückkehr zur Atomkraft in der Energiesicherung Europas einzutreten, insbesondere die Verlängerung der Betriebszeit des slowenischen Atomkraftwerkes Krsko oder die Wiederinbetriebnahme des slowakischen Reaktors Bohunice. Darüber hinaus ergeht der direkte Appell an unsere Nachbarn in Slowenien, Krsko umgehend still zu legen.

Klagenfurt, am 13. Jänner 2009

(Schluss)

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