Mölzer: EU im Nahen Osten: Der außenpolitische Zwerg als Superzahlmeister

Bei heutigen Beratungen über internationale Hilfsleistungen für den Gazastreifen wird EU erneut außenpolitische Ohnmacht mit Großzügigkeit zu kompensieren versuchen

Wien (OTS) - Wenn es um internationale Hilfsleistungen geht, sei Europa willkommen, aber ansonsten spiele die EU im Nahen Osten nur eine Statistenrolle, sagte der freiheitliche EU-Abgeordnete Andreas Mölzer zu den heute in Paris stattfindenden Beratungen über internationale Hilfsleistungen für den Gazastreifen, an denen die EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner teilnimmt. "Die EU-Vermittlungsmission zur Beendigung des Gazakrieges hat außer leeren Kilometern nichts gebracht und einmal mehr die außenpolitische Ohnmacht der EU vor Augen geführt", betonte Mölzer.

Wenn heute in der französischen Hauptstadt die Möglichkeiten einer neuen Geberkonferenz geprüft werden, dann sei davon auszugehen, so der freiheitliche EU-Mandatar, daß sich Brüssel dafür aussprechen werde. "Natürlich ist der Zivilbevölkerung im Gazastreifen zu helfen. Allerdings hat die Großzügigkeit des Superzahlmeisters EU, wie sich unter anderem nach dem Libanonkrieg im Sommer 2006 gezeigt hat, auch den Zweck, das eigene schlechte Gewissen zu beruhigen. Und schließlich können die Finanz- und Aufbauhilfen nicht darüber hinwegtäuschen, daß Brüssel entgegen den hehren Absichtserklärungen noch lange kein ‚Global player’ ist", schloß Mölzer.

Rückfragen & Kontakt:

FPÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0006