Schülerunion zur Zentralmatura: "Schmied mäht alle gleich. Das ist Rasenmäher-Politik!"

Österreichische Schülerunion ist entsetzt über das Vorhaben von BM Schmied und kündigt österreichweite Unterschriftaktion der Schü-lerinnen und Schüler an.

Wien, 15. Jänner 2009 (OTS) - "BM Schmied hat sich in ihrer Amtszeit schon des Öfteren durch Aktionen ausgezeichnet, die den Schülerinnen und Schülern zuletzt dienen - doch ihr neuestes Vorhaben, allen Schülerinnen und Schülern die gleiche Matura vorzusetzen, ist wohl die Spitze des Eisbergs der unüberlegten Schnellschüsse", gibt sich Matthias Hansy, Bundesobmann der Österreichischen Schülerunion schockiert.

"Schon letztes Jahr wurde im Rahmen eines Schulversuchs die Zentralmatura in Eng-lisch erprobt und entpuppte sich als eine reine Husch-Pfusch-Aktion. Die Schülerinnen und Schüler wurden mangelhaft vorbereitet und bei der Matura mit Aufgabenstellungen konfrontiert, die so nie unterrichtet wurden. Gerade bei einer der wichtigsten Prüfungen unseres Lebens, der Matura, wollen wir nicht als Versuchskaninchen missbraucht werden", stellt Bundesschulsprecher Nico Marchetti kritisch fest.

"Man braucht nicht Bundesministerin zu sein, um zu wissen, dass man das Dach eines Hauses nicht vor dem Fundament auf ein Gebäude setzt. Das sagt der na-türliche Hausverstand", so Matthias Hansy weiter. "Solange die Bildungsstandards nicht in ganz Österreich gleichgesetzt sind, wäre es fatal, allen Schülerinnen und Schülern zuzumuten, die gleiche Matura absolvieren zu müssen", erklärt der Obmann der größten Schülerorganisation Österreichs.

"Im Gegensatz zur Ministerin arbeiten wir im Sinne der Schülerinnen und Schüler. Um auch diesen die Chance zu geben, sich hier ganz klar zu positionieren, haben wir bereits eine Unterschriften-Aktion gegen die aktuelle Rasenmäher-Politik gestartet. In den nächsten Wochen besuchen wir Schulen in ganz Österreich, um den Schüle-rinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, ein Zeichen zu setzen. Auch auf www.schuelerunion.at gibt es die Möglichkeit für ein ganz klares `Nein` zum Ein-heitsbrei", führt Matthias Hansy weiter aus.

"Wir werden dem Hirngespenst unserer Ministerin auf keinen Fall Rückhalt gewäh-ren. Deshalb laden wir jetzt schon zu einer Medienaktion am Freitag, den 16. Jänner 2009 (10 Uhr) vor dem Unterrichtsministerium - um ganz klar zu vermeiden, alle Schülerinnen und Schüler mit dem Rasenmäher zu überfahren und ihnen somit jegli-che Individualität zu nehmen", schließt Matthias Hansy.

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Matthias Hansy, Bundesobmann der Schülerunion,
Tel.: 0676/88875100, Mail: matthias.hansy@schuelerunion.at

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