Präsentation der Publikation "Business and Investment Location Bulgaria" - Eine Zusammenfassung der Ergebnisse der 2. International Week "Black Sea Network" 2008.

Wien (OTS) - Im Rahmen der 2. International Week "Black Sea Network", die im September 2008 an der FH Technikum Wien stattfand, trafen Studierende aus Bulgarien und Österreich einander, um gemeinsam über Wirtschafts- und Technologietransfer und -beziehungen zwischen Bulgarien und Österreich nachzudenken. Konkret wurden in drei Projekten unter der Anleitung von österreichischen und bulgarischen ExpertInnen folgende Themen recherchiert und bearbeitet:
Near Shore Softwareentwicklung in Bulgarien - Chancen und Risken für österreichische Unternehmen

Die Donau als Verkehrsweg - Perspektiven und Möglichkeiten Rückverfolgbarkeitssysteme in der Lebensmittelverarbeitung
Die Ergebnisse dieser Projektarbeiten wurden nunmehr in einer Publikation unter dem Titel "Business and Investment Location Bulgaria" zusammengefasst und gestern Abend an der FH Technikum Wien vorgestellt.

Near Shore Softwareentwicklung in Bulgarien

"Vier bulgarische und fünf österreichische Studierende haben im Projekt "Near Shore Softwareentwicklung in Bulgarien" die Chancen und Risken für österreichische Klein- und Mittelbetriebe der Softwareentwicklungsbranche bei der Durchführung von Projekten in Bulgarien recherchiert und untersucht", berichtete FH-Professor DI (FH) Alexander Hofmann von der FH Technikum Wien, der das Projekt gemeinsam mit Dr. Vesselin Georgiev von der Technischen Universität in Sofia geleitet hatte. Die Gruppe hatte sich dazu u.a. mit Themen wie Vertragsoptionen, Reisekosten, Währung und Ausbildung in Bulgarien beschäftigt. Die nunmehr publizierten Projektergebnisse bieten österreichischen GeschäftsführerInnen von Softwareentwicklungsfirmen, die beabsichtigen, in ein Near Shore-Projekt in Bulgarien einzusteigen, nützliche Hinweise und Informationen. Zudem enthält die Publikation eine Liste von bulgarischen Firmen, die Aufträge nach Österreich vergeben, sowie Beispiele von bereits bestehenden Kooperationen.

Donautransporte zwischen Bulgarien und Österreich

Das Projekt "Die Donau als Verkehrsweg" untersuchte die Perspektiven und Möglichkeiten der Donau als Verkehrsweg und verbindendes Element zwischen Bulgarien und Österreich. "Die bulgarisch-österreichische Studierendengruppe analysierte insbesondere die bulgarische Flotte und die Donauhäfen im Hinblick auf ihr Potenzial für Transportverbindungen nach Österreich, ebenso wie alternative Transportwege von Österreich zum Schwarzen Meer und den Weitertransport auf der Schiene," so Mag. Gerhard Gussmagg und DI (FH) Jürgen Trögl, beide via Donau - Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH, die mit Dr. Christina Nikolova von der University of National and World Economy in Sofia das Projekt im Rahmen der International Week geleitet hatten. Darüber hinaus recherchierten und erarbeiteten die Studierenden die Potenziale für künftige Donautransporte zwischen Österreich und Bulgarien bzw. untersuchten sie, inwieweit moderne Binnenschifffahrtsinformationsdienste (River Information Services -RIS) einen Beitrag zur Verbesserung der logistischen Abläufe leisten können. Alle Themen wurden unter Berücksichtigung des Europäischen Aktionsplanes für Binnenschifffahrt (NAIADES) behandelt.

Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln

Mit Rückverfolgbarkeitssystemen in der Lebensmittelindustrie befasste sich schließlich das dritte Projekt der International Week 2008. Ausgehend von der legistischen Umsetzung der EU-Verordnung 178/2002 recherchierten die Studierenden die Struktur und Verbreitung von betriebsübergreifenden Rückverfolgbarkeitssystemen in Bulgarien und Österreich und stellten einen Vergleich zwischen den beiden Staaten an. "Es hat sich gezeigt, dass die rechtliche Umsetzung in die nationale Gesetzgebung und Verwaltung beider Staaten annähernd gleich dicht erfolgt. Allerdings zeigen die österreichischen Unternehmen eine wesentlich höhere Bereitschaft, betriebsübergreifende Rückverfolgbarkeitssysteme auch ihren KonsumentInnen darzustellen", fasste DI Martin Schwabl von der FH Technikum Wien, der das Projekt gemeinsam mit Dr. Tzveta Bratanova von der Technischen Universität in Sofia geleitet hatte, die Ergebnisse zusammen. Geeignete konsumentenorientierte Softwaresysteme sind in Österreich dementsprechend verbreitet und für österreichische Softwareanbieter besteht die Chance, ihre Erfahrungen in diesem Bereich auch auf dem bulgarischen Markt zu verwerten.

Im Anschluss an die Präsentation der Projektpublikation gab es eine angeregte Diskussion über die Vor- und Nachteile, die Möglichkeiten und Chancen, aber auch die Risken der "Business and Investment Location Bulgaria". Unter der Leitung von FH-Prof. DI Mag. Emil Simeonov von der FH Technikum Wien diskutierten Mag. Georg Krauchenberg, Wirtschaftskammer Österreich, Mag. Michael Meznik, Institut für Politikwissenschaften an der Universität Wien, sowie die Leiter der drei Projektgruppen.

Was ist die International Week "Black Sea Network"?

Die International Week "Black Sea Network" ist ein einwöchiges Programm, das von der Fachhochschule des bfi Wien, der Fachhochschule Technikum Wien und der Lauder Business School entwickelt wurde. Ziel des Programmes ist es, Studierende im Zuge der Internationalisierung an Fachhochschulen insbesondere auch für Länder der Region rund um das Schwarze Meer und deren zunehmende politische und wirtschaftliche Bedeutung zu interessieren sowie den interkulturelle Austausch zu fördern.

Das Programm der International Week "Black Sea Network" dauert insgesamt drei Jahre. In jedem Jahr steht ein anderes Land der Schwarzmeerregion im Mittelpunkt der Projekte, die von Studierenden mit besonderem Interesse für Technologietransfer sowie für internationales und interkulturelles Management, bearbeitet werden. Die International Week "Black Sea Network" 2008 widmete sich Bulgarien und wurde gemeinsam mit der University of National and World Economy in Sofia sowie der Technischen Universität in Sofia veranstaltet.

Mehr Informationen finden Sie unter www.fh-vie.ac.at/internationalweek.

Die Publikation "Business and Investment Location Bulgaria" kann kostenlos bei Angelina Kratschanova, kratschanova@technikum-wien.at angefordert werden (solange der Vorrat reicht).

Fachhochschule Technikum Wien

Mit derzeit über 2.000 AbsolventInnen und mehr als 2.500 Studierenden sowie 11 Bachelor- und 16 Masterstudiengängen ist die FH Technikum Wien der größte Fachhochschul-Anbieter für technische Studien in Österreich. Das wissenschaftlich fundierte und gleichzeitig praxisnahe Studienangebot ist vielfältig und individuell kombinierbar. Die Studiengänge werden in Vollzeit- und/oder berufsbegleitender Form angeboten. Neben einer qualitativ hochwertigen technischen Ausbildung wird an der FH Technikum Wien auch großer Wert auf Sprachausbildung sowie wirtschaftliche und persönlichkeitsbildende Fächer gelegt. Sehr gute Kontakte zu Wirtschaft und Industrie eröffnen den Studierenden bzw. AbsolventInnen beste Karrierechancen. Die FH Technikum Wien wurde 1994 gegründet und erhielt im Jahr 2000 als erste Wiener FH Fachhochschulstatus. Sie ist ein Netzwerkpartner des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI).
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