ÖSTERREICH: Mord in Wien war Polit-Attentat

Opfer zeigte tschetschenischen Präsidenten bei Menschenrechts-Gerichtshof an

Wien (OTS) - Die Hinrichtung eines tschetschenischen Asylwerbers
auf offener Straße in Wien entpuppt sich als Auftragsmord eines Killer-Kommandos, berichtet die Tageszeitung ÖSTERREICH in ihrer Donnerstag-Ausgabe. Das Opfer, Umar I., hatte sich mit Tschetscheniens Präsidenten Ramzan Kadyrov angelegt. Offenbar das Todesurteil, wie auch die Witwe von Umar I. im ÖSTERREICH-Interview vermutet.
Nach seiner Flucht aus Tschetschenien hatte Umar I. im Herbst 2006 sogar eine Beschwerde gegen Russland und seinen Handlanger Kadyrov beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte angestrengt. Das bestätigte ein Anwalt der Familie. Im Herbst 2008 gab I. der "New York Times" ein langes Interview. "Kadyrov ließ mich mit Elektroschocks foltern", sagte er. "Es war, als ob jeder Muskel explodiert wäre."
Umar I. war ausgebildeter Guerillakämpfer und stand einst sogar als Leibwächter in Diensten des tschetschenischen Präsidenten. Dann fiel er in Ungnade, wurde gefoltert und musste flüchten. Vor sechs Monaten kam er mit seiner Familie nach Österreich. Die Witwe erwartet am 6. Februar ihr viertes Kind, berichtet ÖSTERREICH.

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