OeNB - Konsolidierter Wochenausweis des Eurosystems zum 9.Jänner 2009

Wien (OTS) - =

Positionen, die nicht mit geldpolitischen Operationen zusammenhängen

In der Woche zum 9. Januar 2009 spiegelte der Rückgang um 22 Mio EUR in Gold und Goldforderungen (Aktiva 1) die Veräußerung von Gold durch eine Zentralbank des Eurosystems (in Übereinstimmung mit der Vereinbarung der Zentralbanken über Goldbestände, die am 27. September 2004 in Kraft trat) wider.

Die Nettoposition des Eurosystems in Fremdwährung (Aktiva 2 und 3 abzüglich Passiva 7, 8 und 9) verringerte sich aufgrund von Kunden-und Portfoliotransaktionen sowie von liquiditätszuführenden Geschäften um 7,9 Mrd EUR auf 358,8 Mrd EUR. Am Donnerstag, dem 8. Januar 2009, wurde eine liquiditätszuführende befristete Transaktion in US-Dollar in Höhe von 52,4 Mrd USD mit einer Laufzeit von 16 Tagen fällig, und eine neue Transaktion in Höhe von 41,1 Mrd USD mit einer Laufzeit von sieben Tagen wurde abgewickelt. Am selben Tag wurde ein EUR/USD-Devisenswapgeschäft in Höhe von 5,4 Mrd USD mit einer Laufzeit von 16 Tagen fällig, und ein neues Geschäft in Höhe von 3,3 Mrd USD mit einer Laufzeit von sieben Tagen wurde abgewickelt. Dieses Devisenswapgeschäft hatte keine Auswirkungen auf die Nettoposition des Eurosystems in Fremdwährung. Alle auf US-Dollar lautenden Geschäfte wurden vom Eurosystem im Zusammenhang mit dem befristeten wechselseitigen Währungsabkommen (Swap-Vereinbarung) zwischen der Europäischen Zentralbank (EZB) und dem Federal Reserve System durchgeführt. Am Mittwoch, dem 7. Januar 2009, wurde ein EUR/CHF-Devisenswapgeschäft in Höhe von 22,6 Mrd CHF mit einer Laufzeit von acht Tagen fällig, und ein neues Geschäft in Höhe von 25,2 Mrd CHF mit einer Laufzeit von sieben Tagen wurde abgewickelt. Dieses Geschäft wurde vom Eurosystem im Zusammenhang mit dem befristeten wechselseitigen Währungsabkommen (Swap-Vereinbarung) zwischen der EZB und der Schweizerischen Nationalbank durchgeführt und hatte keine Auswirkungen auf die Nettoposition des Eurosystems in Fremdwährung.

Am Montag, dem 5. Januar 2009, wurde ein liquiditätszuführendes Pensionsgeschäft in Höhe von 0,5 Mrd EUR mit einer Laufzeit von fünf Tagen fällig, was sich auf die Forderungen in Euro an Ansässige außerhalb des Euro-Währungsgebiets (Aktiva 4) auswirkte. Dieses Geschäft wurde vom Eurosystem im Zusammenhang mit einer Vereinbarung mit der Magyar Nemzeti Bank durchgeführt, der zufolge eine Fazilität zur Unterstützung der Geschäfte der ungarischen Zentralbank bereitgestellt wird.

Die Bestände des Eurosystems an marktgängigen Wertpapieren in Euro von Ansässigen im Euro-Währungsgebiet (Aktiva 7) verringerten sich um 2,5 Mrd EUR auf 280,2 Mrd EUR. Der Banknotenumlauf (Passiva 1) ging um 12,6 Mrd EUR auf 751,1 Mrd EUR zurück. Die Einlagen von öffentlichen Haushalten (Passiva 5.1) erhöhten sich um 5,4 Mrd EUR auf 90,8 Mrd EUR.

Positionen im Zusammenhang mit geldpolitischen Operationen

Die Nettoforderungen des Eurosystems an Kreditinstitute (Aktiva 5 abzüglich Passiva 2.2, 2.3, 2.4, 2.5 und 4) sanken um 55,7 Mrd EUR auf 509,8 Mrd EUR. Anzumerken ist, dass der Rückgang der Feinsteuerungsoperationen in Form von befristeten Transaktionen (Passiva 2.4) um 6,9 Mrd EUR mit den geldpolitischen Geschäften zusammenhängt, die von der Národná banka Slovenska vor ihrem Beitritt zum Eurosystem durchgeführt wurden.

Am Dienstag, dem 6. Januar 2009, wurde ein Hauptrefinanzierungsgeschäft in Höhe von 238,9 Mrd EUR fällig, und ein neues Geschäft in Höhe von 216,1 Mrd EUR wurde abgewickelt. Am Donnerstag, dem 8. Januar 2009, wurde ein zusätzliches längerfristiges Refinanzierungsgeschäft in Höhe von 25 Mrd EUR mit einer Laufzeit von sechs Monaten fällig, und ein neues Geschäft in Höhe von 7,6 Mrd EUR mit gleicher Laufzeit wurde abgewickelt. Am selben Tag wurde ein weiteres zusätzliches längerfristiges Refinanzierungsgeschäft in Höhe von 9,5 Mrd EUR mit einer Laufzeit von drei Monaten abgewickelt.

Die Inanspruchnahme der Spitzenrefinanzierungsfazilität (Aktiva 5.5) betrug 1,5 Mrd EUR (gegenüber 0,9 Mrd EUR in der Vorwoche). Die Inanspruchnahme der Einlagefazilität (Passiva 2.2) belief sich auf 315,3 Mrd EUR (gegenüber 281,7 Mrd EUR in der Vorwoche).

Einlagen der Kreditinstitute im Euro-Währungsgebiet auf Girokonten

Im Ergebnis aller Transaktionen verringerten sich die Einlagen der Kreditinstitute auf Girokonten beim Eurosystem (Passiva 2.1) um 55,7 Mrd EUR auf 157,5 Mrd EUR.

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