E-Control: Investitionen der Netzbetreiber durch Anreizregulierungssystem gesichert

Genug Geld für Investitionen vorhanden - Kein Zusammenhang zwischen der Gaskrise und Investitionen

Wien (OTS) - Die von den österreichischen Stromunternehmen über das Forum Versorgungssicherheit heute erhobenen Vorwürfe, das Anreizregulierungssystem zur Festlegung der Netztarife würde die Versorgungssicherheit gefährden, ist falsch und zeigt von mangelnder Sachkenntnis. Im Gegenteil: "Das Anreizregulierungssystem wurde 2006 in Abstimmung mit den Unternehmen eingeführt, weil nur so eine gerechte Preisentwicklung bei den Netztarifen dauerhaft möglich ist. In der Vergangenheit erhielten auch ineffiziente Netzbetreiber ihre Kosten voll refundiert, nunmehr müssen Ineffizienzen aber abgebaut werden. Schließlich können doch die Kunden nicht die Leidtragenden teurer und unwirtschaftlicher Unternehmen sein", stellt der Geschäftsführer der Energie-Control GmbH, Walter Boltz, klar.
Vor Einführung des Anreizregulierungssystems gab es keinen Anreiz für die Netzbetreiber, effizienter zu wirtschaften, da Kostenersparnisse für die Netztarifsenkungen herangezogen werden mussten.

"Im jetzigen System ist es aber so, dass effiziente Netzbetreiber belohnt werden, indem ihnen durch Kostenersparnisse mehr Geld für Investitionen zur Verfügung gestellt wird. Und die Netzbetreiber nutzen diese Möglichkeit natürlich dementsprechend. Dass durch das Anreizregulierungssystem Investitionen nicht mehr realisiert werden können, ist also absolut nicht richtig, sondern das System ist vielmehr eine wichtige Voraussetzung für den Ausbau und die Erhaltung der österreichischen Netzinfrastruktur.", betont Walter Boltz.

Genug Geld für Investitionen vorhanden

"Darüber hinaus beinhaltet die Anreizregulierung, und das ist offensichtlich Herrn Dr. Zernatto entgangen, dezidiert einen Faktor zur Abgeltung von Investitionen, der ebenfalls mit den Netzbetreibern vereinbart wurde. So wurden beispielsweise 2007 von den Netzbetreibern alleine in die Verteilnetze nahezu 300 Mio Euro investiert. "Es ist also genügend Geld vorhanden, um durch laufende Investitionen die in Österreich sehr gute Versorgungssicherheit auch weiterhin zu gewährleisten." Auch sind die Gesamtinvestitionen in den letzten Jahren, trotz Anreizregulierung, deutlich gestiegen.

Kostensteigerungen werden berücksichtigt

Behauptet wurde, dass auch die Inflation nicht berücksichtigt würde. Dies entspricht ebenfalls nicht den Tatsachen. Vielmehr ist es so, dass mit der Anreizregulierung auch ein branchenspezifischer Faktor zur Abgeltung der Preissteigerungen eingeführt wurde, beispielsweise wurde so für das Jahr 2009 ein Faktor der künftigen Kostensteigerungen von 3,4% eingerechnet.

Kein Zusammenhang zwischen Investitionen und der Gaskrise

Die aktuelle Gaskrise führt aber nicht dazu, dass die Versorgungssicherheit in Österreich generell in Gefahr ist. "Hier gibt es absolut keinen Zusammenhang. Die E-Control ist für Kritik und abweichende Meinungen jederzeit offen, nur sollten die Tatsachen doch korrekt wiedergegeben werden.", stellt Walter Boltz abschließend klar.

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