Pflegeheime: Keine Bettenburgen in Kärnten!

LR Cernic sieht verantwortungsloses Agieren von BZÖ und ÖVP in der Frage der Pflegeversorgung

Klagenfurt (SP-KTN) - "Vorrangiges Ziel muss die bestmögliche Pflege unserer älteren Generation nah bei Familie und Freunden sein", ist Sozialreferentin Nicole Cernic bestürzt über die heutigen Versuche von BZÖ und ÖVP, eine Novellierung der Heimverordnung für eine generelle Aufhebung der Bettengrenze zu missbrauchen: "Neben anderen Verbesserungen im Pflegebereich wollte ich die Bettengrenze in Städten ab 12.000 EinwohnerInnen auf 75 anheben und Renovierungen bestehender Heime ohne Bettenreduktion ermöglichen." Diesen konstruktiven Vorschlag wollten BZÖ und ÖVP für eine generelle Aufhebung der Bettengrenze ausnützen. "Ich konnte diesen Anschlag auf Pflegequalität und wohnortnahe Standorte durch ein Zurückziehen der Novelle in der heutigen Regierungssitzung gerade noch verhindern", zeigt sich Cernic über die Haltung von BZÖ und ÖVP betroffen.

Die vorgebrachten Gründe, man könne sich eine qualitätvolle und wohnortnahe Pflegeversorgung der älteren Menschen in Kärnten nicht leisten, sind für Cernic entlarvend. "Das BZÖ lässt Kärnten nach dem Verkauf aller Vermögenswerte hoch verschuldet zurück, das soll jetzt zu Lasten der älteren Menschen in Kärnten gehen", stellt Cernic fest. Hinter der Ablehnung vermutet sie die Interessen konzernartiger Heimbetreiber, die mit dem Ziel der Gewinnmaximierung große Bettenburgen mit hunderten Betten betreiben und kleinere heimische Anbieter vom Markt verdrängen wollen, wie dies in anderen Ländern schon jetzt zu beobachten sei.

"Mir ist es unverständlich, dass man, nur, damit einige Wenige mehr verdienen, ältere Menschen aus ihrer gewohnten Umgebung reißen soll", stellt sich Cernic ganz klar gegen diesen Trend. Was ältere Menschen vorrangig benötigen, sei Kontinuität und damit ein Verbleib so nah wie möglich bei Familie und Freunden. "Man muss ja auch sehen, dass durch regionale Heime die Wege der Familie für Besuche kurz gehalten werden und diese auch öfter erfolgen können", bringt die Sozialreferentin einen weiteren Aspekt ins Spiel.

Auch sieht Cernic mit der heutigen Ablehnung das bereits beschlossene dezentrale Standortekonzept in Gefahr. Dieses sei ein Meilenstein in der Pflegepolitik und darf nicht fahrlässig wirtschaftlichen Interessen zum Opfer fallen. "Es muss unbedingt an der Dezentralisierung festgehalten werden, da dies eine nachhaltige Stärkung unserer Regionen darstellt", möchte Cernic eine weitere Schwächung des ländlichen Raumes unbedingt verhindern. Nicht nur für die ältere Generation biete das dezentrale Standortekonzept viele Vorteile, auch für die regionale Wirtschaft sind regionale Pflegeheime ein bedeutender Faktor: Sie bringen Arbeitsplätze und nachhaltige Wertschöpfung.

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