Ertl: Strittige Darstellung des Umgangs mit der Exekutive in Fernsehproduktion

"Tatort"-Folge mit fragwürdiger Botschaft

Wien (OTS) - Zur jüngst ausgestrahlten "Tatort"-Folge 'Der Baum
der Erlösung' im ORF bezog FPÖ-Bundesrat Johann Ertl wie folgt Stellung: "Welche Botschaft hat uns dieser Film gebracht? Das angespannte Verhältnis zwischen Christen und Islamisten? Zwischen Einheimischen und Ausländern? Zwischen Migranten und Asylwerbern?" Der Hauptdarsteller, ein Mann der "linken Szene" habe das Schauspiel gut über die Bühne gebracht, so Ertl. Im Anschluss an den Film habe eine umfangreiche Diskussion im ORF stattgefunden. Die hochkarätige Runde habe versucht, in der Sendung "Im Zentrum" das in Österreich und ganz besonders in Telfs herrschende Migrationsproblem aufzuzeigen.

"Der Film hat aber eine ganz andere Botschaft gezeigt", zeigt Ertl auf. "Und mit diesem ganz anderen Problem werden auch in Zukunft unsere Exekutivbeamten kämpfen müssen." So seien in diesem Film doch mehrere Versuche gezeigt worden, die Polizei zu bekämpfen, diese zu überfallen, diese mit einer Rohrzange zu verletzen, diese zu denunzieren, diese mehrmals und schwer zu verletzen ohne, dass sich deswegen jemand besonders aufgeregt habe, führt Ertl seine Kritik aus.

"Der Film wurde von vielen Personen gesehen und darunter waren sicher auch viele Jugendliche aus Migrantenfamilien. Den gewaltbereiten Jugendlichen wurde suggeriert "schlagt die Polizei nieder, ihr müsst mit keinen Folgen rechnen", beurteilt der freiheitliche Bundesrat. "Unsere Polizei ist schon seit Jahren derartigen Übergriffen durch Jugendliche ausgesetzt und gerade dieser Film zeigt, dass derartig schwere Tatbestände nicht verfolgt werden. Durch das gewaltbereite Vorgehen gegen die Polizei, durch gewaltbereites Erpressen der Polizei, um diese vom Einschreiten abzuhalten, ist gerade das Verhältnis zwischen Jugendlichen mit - und ohne -Migrationshintergrund und der Bevölkerung angespannt", so Ertl.

"So lange unsere gewaltbereiten Mitbürger im Glauben gelassen werden "es passiert eh nichts" wird die Gewalt in unserer schönen Heimat steigen. Gesteigerte Gewalt erfordert gesteigerte Präventionsmaßnahmen. "Aug um Aug", "Zahn um Zahn" ist die eine Seite, die Andere: "Schlägst Du mir auf die rechte Backe, halt ich Dir die Linke hin". Diese Grundsätze führen im Endeffekt zur Blindheit, Taubheit und Kopflosigkeit. Unsere Kultur des friedlichen Zusammenlebens nimmt einer an oder nicht. Wird diese nicht angenommen, kann es nicht möglich sein, dass dadurch eine Gegengesellschaft gelebt wird. Das ist nicht Heimat", schließt Ertl.

FPÖ-Generalsekretär NAbg. Harald Vilimsky teilt in diesem Zusammenhang mit, dass er diese Art der zur Schau Stellung eines fragwürdigen Umgangs mit unserer Polizei durch das Fernsehen nicht begrüße. Er stehe selbstverständlich hinter den heimischen Exekutivbeamten und verwehre sich gegen jedwede verzerrende Darstellungen durch derartige Produktionen.

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