FP-Madejski will U-Kommission zur Vetternwirtschaft im Gemeindebau

Faymann, Jansky, VP-Walter...

Wien, 13-01-09 (OTS) - Nach dem Motto "Bring your family" gibt es bei der "Wiener Hausbetreuungs GesmbH" und der "Wiener Aussenbetreuungs GesmbH" ein Verwandtschafts-Ringelspiel bei der Auftragsvergabe, das sprachlos macht und zu Lasten der Gemeindebaumieter geht, erklärte FPÖ-Gemeinderat Dr. Herbert Madejski in einem Pressegespräch. Die FPÖ will daher nach dem Abschluss der laufenden U-Kommission im Rathaus eine Untersuchung der politischen Verantwortung für die seit Jahren offenkundigen Missstände.

So hat der Schwager von Herbert Jansky, des Co-Geschäftsführers der beiden Tochterfirmen der Stadt Wien, unter anderem den Großauftrag für die Umrüstung von ca. 1.300 Waschküchen im Gemeindebau (zu je ca. 500 Euro) auf ein elektronisches Zugangssystem bekommen. Die Einzelfirma(!) könnte in weiterer Folge auch die restlichen rund 4.500 Waschküchen gegen ein fürstliches Honorar umrüsten. Zufällig?

Goldene Nase für Jansky-Schwager?

Insgesamt könnten nur aus diesem Auftrag fast 3 Mio. Euro in die Taschen von Herbert Janskys Schwager fließen!!! Dabei ist dessen Betrieb weder im Auftragnehmerkataster der Stadt Wien noch im Firmenbuch auffindbar, macht Madejski aufmerksam. Seltsam auch, dass der Subunternehmer der Firma EPCON aus Neulengbach, welche die europaweite Ausschreibung gewonnen hatte, den Auftrag trotz Fehlen wichtiger Angaben erhalten hat. Ein Zufall?

100.000 Euro-Audi nach Polen verhökert?

Der Geschäftsführer jener Firma, die einen gewaltigen Auftrag für die Lieferung von Reinigungsmitteln erhalten hat, ist der Neffe des Besitzers einer Großspedition, wo der ehemalige Jansky-Dienstwagen Audi Q7 (Preis ca. 100.000 Euro) um einen Bettel gelandet sein könnte. Dieser war zuvor um kolportierte 25.000 Euro versteigert und dann unter dubios anmutenden Umständen wieder retourniert worden.

Welche Rolle spielten Faymann und VP-Walter?

Die Spedition hat auch Niederlassungen in Polen, wo die Protzkarosse gelandet ist und auf Madeira, das zu Janskys bevorzugten Urlaubsdomizilen zählt. Lauter Zufälle? Auch, dass eine Firma aus dem ÖVP-nahen Raiffeisensektor ca. 50% aller Subaufträge beim Rasenschnitt einsackt und der heutige ÖVP-Stadtrat Walter jahrelang als Prokurist des "Wiener Wohnservice" eng mit Herbert Jansky und dem damaligen SPÖ-Wohnbaustadtrat Faymann zusammen gearbeitet hat?

Das sind nur einige von zahlreichen aufklärungswürdigen Vorgängen bei diesen Tochterfirmen der Stadt Wien, die in einer U-Kommission beleuchtet und die dafür politisch Verantwortlichen festgemacht werden müssen, betont Madejski. (Schluss)am

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