Wettbewerb Eisring Süd abgeschlossen

Laska und Schicker präsentieren Siegerprojekt

Wien (OTS) - Der Eisring Süd im 10. Bezirk ist in die Jahre gekommen. Deshalb wurde ein städtebaulicher Ideenwettbewerb durchgeführt, der Ausgangsbasis für künftige städtebauliche Entwicklungen ist. Auch AnrainerInnen haben in der Jury mit gestimmt.

Als Wettbewerbssieger gingen die Architekten Hermann & Valentiny und Partner gemeinsam mit Architekt Podsedensek ZT GmbH (für die Sportstätten und Handelsflächen) sowie Landschaftsplaner DI Jakob Fina hervor.****

"Ich freue mich, dass am Eisring Süd eine Lösung gefunden wurde, die Wohnen und Sport in idealer Weise verbindet. Eine Eishalle, eine Volleyballhalle, eine Basketballhalle, Eisfreiflächen und eine Sport & Fun-Halle sorgen dafür, dass Bewegung in unmittelbarer Wohnnähe möglich ist", so Sportstadträtin Grete Laska am Dienstag im Rahmen des Mediengesprächs des Bürgermeisters. Auch Einkaufsmöglichkeiten und Dienstleistungseinrichtungen sollen zur Verfügung stehen.

Stadtrat DI Rudi Schicker ergänzt: "Die Rahmenbedingungen für den Wettbewerb waren sehr komplex. Bei der Anordnung der geplanten neuen Nutzungen mussten einerseits die bestehenden Wohnungen im Umfeld und der denkmalgeschützte Wasserturm an der Windtenstraße berücksichtigt werden. Andererseits waren auch soziale Aspekte einzubeziehen. Eine hohe Energieeffizienz zu erreichen und entsprechende Schritte bereits in der Stadtplanung zu setzen, ist das Gebot der Stunde".

Grüner Anger als Sichtachse zum Wasserturm

Das Siegerprojekt besticht durch seine klare Struktur mit Wohnen im Norden, dem Sportzentrum in der Mitte und Handels- und Dienstleistungseinrichtungen im Süden. Dies ermöglicht eine flexible und voneinander unabhängige Realisierung der einzelnen Nutzungsgruppen - ein großer Vorteil in Hinblick auf die möglichen Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise.

"Zentrales Element des Entwurfes ist ein auf den Wasserturm ausgerichteter grüner Anger. Er trennt Wohnen und Sport und bildet zugleich einen geschützten Bereich mit hoher Aufenthaltsqualität", erläutert Architekt Mag. Hubert Hermann.

Das Konzept der Architekten fügt sich harmonisch in das Umfeld ein. Großzügige öffentliche und halböffentliche Räume mit hohem Identifikationswert bedeuten Lebensqualität. Rund 18 % der Fläche sind für Grün- und Sportanlagen vorgesehen, in Summe sind etwa 1/3 der Fläche Freiflächen.

Ein Blickfang ist die Sport & Fun-Halle, die mit ihrer schrägen, transparenten Front Einblick auf die verschiedenen Sportarten in der Halle gewährt. "Alle Spielflächen sind abgesenkt, befinden sich auf gleicher Ebene und ermöglichen so das Beobachten des Geschehens wie von einer Galerie aus - ähnlich wie bei der Eislaufbahn im Rockefeller Center in New York", so Architekt Hermann.

Eine "Sportarena" wird zwischen den Sporthallen und der Geschäftszone errichtet. In diesem Bereich werden sich die Eisfreiflächen befinden. Diese sind abgesenkt und damit von oben einsehbar.

Schwerpunkt Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit

Das "Eingraben" der Sporthallen und das Tieferlegen des Spielbodenniveaus hat auch für die Beurteilung der Energieeffizienz Bedeutung. Durch diese Maßnahme werden die Abkühlflächen um fast 50 % reduziert. Weiters entfallen 50 % der Fassadenflächen durch das Absenken der Sporthallen, was sich positiv auf die Kosten auswirkt.

Die nächsten Schritte

Das Konzept der Architekten Hermann & Valentiny wird im ersten Halbjahr 2009 überarbeitet. In der Woche nach den Semesterferien (9.-14. Februar 2009) ist eine Ausstellung der Ergebnisse des Wettbewerbes geplant, um diese auch den BürgerInnen vorzustellen. Das adaptierte Konzept bildet in weiterer Folge die Grundlage für die Überarbeitung des Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes. Voraussichtlich Mitte 2010 wird diese Rechtsgrundlage für alle weiteren Entwicklungen am Gelände vorliegen. (Schluss) lay

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