Elazar Benyoëtz erhält Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse

Wien (OTS) - Der israelische Schriftsteller Elazar Benyoëtz wird heute Nachmittag im Rahmen eines Festaktes im Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur von Bundesministerin Dr. Claudia Schmied mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse für seine bedeutenden Beiträge zu Dichtung und Sprache ausgezeichnet. Die Laudatio hält Robert Menasse. Kammerschauspieler Martin Schwab liest aus Werken von Elazar Benyoëtz.

Elazar Benyoëtz wurde 1937 als Paul Koppel in Wiener Neustadt geboren und lebt seit 1939 in Jerusalem. 1959 legte Benyoëtz - der Name Ben-yo-etz bedeutet "Sohn des Ratgebers" - das Rabbinerexamen ab. Im Rahmen eines Berlin-Aufenthalts zwischen 1964 und 1968 gründete er 1964 die Bibliographia Judaica. Benyoëtz schrieb seine ersten Gedichtbände auf Hebräisch, seit den sechziger Jahren veröffentlichte er zahlreiche deutschsprachige Essay-, Lyrik- und Aphorismenbände. Thema seiner Bücher ist neben religiösen Stoffen oft die Sprache selbst. Sein Werk wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, u.a. 1988 mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis, 1997 mit dem Bundesverdienstkreuz und 2002 mit dem Joseph-Breitbach-Preis der Akademie der Wissenschaften und Literatur Mainz. Seit 2003 ist Elazar Benyoëtz korrespondierendes Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt. Benyoëtz gilt als einer der wichtigsten deutschsprachigen Aphoristiker, zuletzt erschien 2007 bei Hanser "Die Eselin Bileams und Kohelets Hund".

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