Graf: Nahost-Konflikt nicht auf Rücken unschuldiger Zivilbevölkerung austragen

Neutrales Österreich soll Vermittlerrolle einnehmen

Wien (OTS) - Der Dritte Nationalratspräsident Dr. Martin Graf richtete heute einen Appell an die kriegführenden Parteien im Nahen Osten, ihren Konflikt nicht auf dem Rücken unschuldiger Zivilisten auszutragen.

Die Leidtragenden der aktuellen kriegerischen Auseinandersetzung seien vor allem die Zivilisten, insbesondere jene des Gaza-Streifens. Laut UNO haben die Israelis erst vorige Woche wieder 30 Zivilisten in Gaza getötet, die mit etlichen weiteren Palästinensern in einem Haus Schutz gesucht hatten. "Wieso von den getöteten Palästinensern über 40 Prozent Frauen und Kinder sind, ist mir unbegreiflich", nimmt Graf auf einen aktuellen Bericht des UNO-Büros für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) Bezug. Es sei an der Zeit, dass westliche Politiker mindestens genauso energisch, wie sie zu Recht die Angriffe der Hamas auf Israel verurteilt hätten, auch die menschenrechtswidrigen Tötungen der israelischen Armee verurteilen würden.

Wie Graf betonte, müssten alle Beteiligten an den Verhandlungstisch zurückkehren. Es wäre auch höchste Zeit, dass endlich die Europäische Union das Heft des Handelns von den Amerikanern, die bis dato eine nicht konfliktlösende Nahostpolitik betrieben hätten, übernehme und endlich ernsthafte Bemühungen unternommen würden, um dauernden Frieden zwischen den beiden Völkern im Nahen Osten zu sichern. Gerade Österreich solle sich hier auf seine große neutrale Tradition besinnen und eine Vermittlerrolle einnehmen.

"Der israelischen Staat sollte aus der Position des Stärkeren die Größe zeigen und die Kriegshandlungen sofort einstellen" wünscht sich Graf ein Zeichen für den Start einer neuen Entspannungspolitik.

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