ARBÖ: Nach Abwrackpämie für Deutschland gibt es keinen Grund, sie Österreichs Autokäufern zu verwehren

302 von 500 Millionen Autokäufern in ganz Europa werden bereits Anreize zum Eintausch alter Pkw angeboten

Wien (OTS) - Mit der für Deutschland beschossenen Abwrackprämie sind es schon 302 von 500 Millionen Europäer, denen beim Eintausch alter Autos finanzielle Anreize angeboten werden bzw. wurden. "Es gibt keinen Grund, warum den österreichischen Autokäufern positive Anreize zum raschen Ersatz alter Pkw länger vorenthalten werden, wie sie die Deutschen, Franzosen, Spanier, Griechen, Italiener, Portugiesen, Rumänen und Niederländer schon haben", kritisiert ARBÖ-Geschäftsführer Leo Musil. Alte Autos endgültig von der Straße weg zu kriegen ist gut für die Verkehrssicherheit, für die Umwelt und für die Wirtschaft.

So stößt ein fünfzehn Jahre alter Diesel-Pkw 104 Mal soviel Schadstoffe (Stickoxide, Feinstaub, Kohlenmonoxid) aus und verbraucht 20 Prozent mehr Treibstoff als ein neuer (7,2 statt 6 Liter). Es macht ökologisch Sinn, dass alte Pkw nicht in ein anders Land verscherbelt werden und dort weiterfahren, sondern mit Hilfe einer Verschrottungsprämie endgültig von der Straße wegkommen und wieder in den Kreislauf zurückgebracht (mit teilweiser Wiederverwertung) werden. Das Modell des Arbeitskreises der Autoimporteure sieht eine Prämie von 1000 Euro für alle vor, die ihr über 12 Jahre altes Auto gegen ein neues eintauschen. Gelänge es damit, auch nur 60.000 von 1,4 Millionen alten PKW für immer aus dem Verkehr zu ziehen, könnte man für die laufende Kioto-Periode noch gut 160.000 Tonnen CO2 einsparen. Dem Staat käme die Aktion nicht so teuer, weil die Autowirtschaft sich bereit erklärt hat, die Hälfte der Kosten selber zu tragen. "Für 60.000 Altautos müsste die Regierung nur 30 Millionen Euro locker machen. Da der Staat durch die jüngste NoVA-Reform 24 Millionen mehr eingenommen hat als erwartet, würden sich die Autokäufer diese Aktion zum Großteil praktisch selbst zahlen", rechnet der ARBÖ vor.

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