Gefährliche Rutschpartie auf eisigen Gehwegen

Rund 9.000 Menschen verletzten sich 2007 durch Ausrutschen auf Schnee, Matsch und Glatteis

Wien (OTS) - Schneebedeckte Gehwege, Grünflächen und Gehsteige sind zwar schön anzuschauen, doch wenn sie nicht geräumt oder gestreut sind, können vereiste oder matschige Wege rasch zum Verhängnis werden: Rund 9.000 Menschen verletzten sich in den Wintermonaten 2007 durch Ausrutschen auf Schnee, Glatteis oder Matsch. "Stürze auf den harten Betonboden können zu schweren Verletzungen führen. Zwei Drittel aller Verletzten zogen sich beim Ausrutschen auf Eis oder Schnee Knochenbrüche zu", weiß Dr. Anton Dunzendorfer, Leiter des Bereichs Heim, Freizeit & Sport im Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV). Etwa ein Fünftel der im Spital behandelten Verletzungen waren Sehnen- und Muskelverletzungen. "Vor allem das Handgelenk ist bei Stürzen betroffen, da man in der Regel versucht, sich während des Fallens mit der Hand abzustützen. Das kann zu schmerzhaften Verstauchungen, im schlimmsten Fall zum Knochenbruch führen", sagt Dunzendorfer. Rund ein Viertel aller Verletzungen nach Stürzen auf Schnee oder Eis betrifft das Handgelenk. Fußgelenk und Knöchel müssen bei 16 Prozent der verletzten Fußgänger verarztet werden.

Hauseigentümer haften für Unfälle auf nicht geräumten Wegen

60 Prozent der Unfälle durch Ausrutschen bei winterlichen Witterungsverhältnissen passieren auf öffentlichen Verkehrsflächen, 22 Prozent in der eigenen Wohnumgebung. "Haus- bzw. Grundstückseigentümer sind gesetzlich verpflichtet, Gehwege, Gehsteige und Stiegenanlagen entlang des Grundstücks von Schnee oder ähnlichen Verunreinigungen, die Fußgänger gefährden könnten, zu säubern", betont Dunzendorfer. Geschieht dies nicht und Personen kommen z.B. durch Ausrutschen auf nicht beseitigtem Schnee zu Schaden, so haftet der Eigentümer. "Wichtig ist außerdem, festes Schuhwerk mit griffiger Sohle zu tragen. Eisige Treppen, abfallende Rampen und Gehwege können mit glatten oder abgenützten Sohlen schnell zu einer gefährlichen Rutschpartie werden", schließt Dunzendorfer.

Rückfragen & Kontakt:

Bakk.phil. Elisabeth Gerstendorfer
Kuratorium für Verkehrssicherheit
Marketing & Kommunikation
Tel.: 05 77 0 77-1906
E-Mail: elisabeth.gerstendorfer@kfv.at
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