OeNB - Fälschungen in Österreich weiterhin gering

Euro-Fälschungsstatistik für das Jahr 2008

Wien (OTS) - 2008 konnte der Bargeldumlauf des Eurosystems
abermals einen deutlichen Anstieg verzeichnen. Mit Dezember waren bereits rund 783 Mrd. Euro im Umlauf. Dies bedeutet eine Steigerung von 12,5 % gegenüber Ende 2007.

Europaweit gab es im Jahr 2008 in Relation zu 13,1 Mrd. Stück echten Banknoten insgesamt 666.000 Fälschungen. In Österreich sind in diesem Zeitraum insgesamt 8.082 Fälschungen im Zahlungsverkehr aufgetreten. Damit reduziert sich der Anteil an den gesamten Euro-Fälschungen auf 1,21% gegenüber 1,38% im Vorjahr. Österreich bleibt somit eines der Länder mit dem geringsten Fälschungsaufkommen des Eurosystems.

In Österreich entfielen mehr als die Hälfte (52,9 %) der Fälschungen auf EUR 100.

EUR5 EUR10 EUR20 EUR50 EUR100 EUR200 EUR500 Gesamt Stk. 44 97 1.030 1.421 4.272 1.181 37 8.082 in % 0,5 1,2 12,7 17,6 52,9 14,6 0,5 100

Insgesamt hat sich die Schadenssumme auf EUR 774.740 (- 12 %) reduziert. Im Verhältnis zu einem Banknotenumlauf in Österreich von mehr als 21,5 Mrd. EUR ergibt sich ein Wert von 0,036 Promille.

Der Schwerpunkt des Falschgeldaufkommens lag unverändert im Ballungsraum Wien und im angrenzenden Niederösterreich. Gemeinsam kommen die beiden Bundesländer auf über die Hälfte aller sichergestellten Fälschungen.

Die OeNB hat im Jahr 2008 1,35 Mrd. Stück Banknoten auf Echtheit und Umlauffähigkeit geprüft. Für Privatpersonen in Österreich besteht nach wie vor eine äußerst geringe Wahrscheinlichkeit, mit Falschgeld in Berührung zu kommen. Mit zahlreichen Informationsmaßnahmen hält die OeNB die österreichische Bevölkerung permanent auf dem Laufenden. Neben Medienkooperationen, Schulungen und Präsenz auf Messen ist auch der Euro-Bus jährlich in ganz Österreich unterwegs, um über die Sicherheitsmerkmale der Euro-Banknoten zu informieren.

Um professionelle Bargeldverwender (Kassiere in Banken und Handel) im Umgang mit Falschgeld auszubilden, werden regelmäßig spezielle Schulungen von OeNB-Experten durchgeführt. Dabei werden die Sicherheitsmerkmale der Euro-Banknoten anhand der Prüfschritte FÜHLEN - SEHEN - KIPPEN ausführlich erklärt und veranschaulicht. Die Teilnahme an solchen Schulungen ist kostenlos und in allen Regionen in den Zweiganstalten möglich. Weiterführende Informationen sowie die Möglichkeit sich für Schulungen anzumelden finden sich auf der OeNB-Homepage (www.oenb.at).

Rückfragen & Kontakt:

Oesterreichische Nationalbank
Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit
Tel.Nr.: (++43-1) 404 20 DW 6666
http://www.oenb.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | ONB0001