Mölzer: EU-Beistandspflicht bei Energiekrisen hätte Wiederinbetriebnahme von Bohunice verhindern können

Hätten Slowaken wegen Energienotstand eigene Bürger erfrieren lassen sollen? - EU hätte Chance zu zeigen, daß sie in der Lage ist, den Menschen in Notfällen zu helfen

Wien (OTS) - Die Wiederinbetriebnahme des slowakischen Atomkraftwerks Bohunice zeige die Notwendigkeit einer europäischen Beistandspflicht bei Energieengpässen, sagte der freiheitliche EU-Abgeordnete Andreas Mölzer. "Daß der Schrottreaktor sowjetischer Bauart wieder in Betrieb ist, ist abzulehnen, und daß er für Österreich ein enormes Gefahrenpotential darstellt, steht außer Zweifel. Aber andererseits stellt sich die Frage, was die Slowaken wegen des Energienotstands hätten tun sollen - vielleicht die eigenen Bürger erfrieren lassen?", meinte Mölzer.

Um künftig derartige Vorfälle zu verhindern, wäre, so der freiheitliche EU-Mandatar, eine europäische Beistandspflicht bei Energiekrisen sinnvoll. "Wenn die EU einen Sinn hat, wenn sie den hehren Begriff der ‚europäischen Solidarität’ mit Leben erfüllen will, dann bei der Beseitigung von Notfällen wie derzeit in unserem Nachbarland. Die EU könnte beweisen, daß sie nicht nur unnötigen bürokratischen Wust erzeugt, sondern daß sie auch in der Lage ist, Menschen in Notlagen zu helfen - etwa durch die Lieferung von Strom und Gas aus anderen Mitgliedsstaaten", schloß Mölzer.

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