AK zur Klimabilanz des Landwirtschaftsministers: Kyoto-Ziel so nicht erreichbar

Energie effizienter nutzen ist auch angesichts der Gaskrise Gebot der Stunde

Wien (OTS) - Die heute vom Umweltbundesamt veröffentlichten Daten zeigen, dass mit der bisherigen Klimaschutzpolitik das Kyoto-Ziel nicht erreicht werden kann. Landwirtschaftsminister Berlakovich sollte nicht nur auf erneuerbare Energien setzen. "Es ist höchste Zeit, dass die vorhandenen Energie-Ressourcen effizienter genutzt werden", fordert Wolfgang Lauber, stellvertretender Leiter der Abteilung Umwelt der Arbeiterkammer. Hierzu zählen etwa der massive Ausbau von Wärmedämmung sowie der Nutzung von Fernwärme. Das ist auch angesichts der derzeitigen Gaskrise ein notwendiger Schritt in eine sinnvolle Energiepolitik und würde zusätzlich neue Arbeitsplätze schaffen.

Die Förderung von Energieeffizienz wie beispielsweise ein massiver Ausbau der Wärmedämmung käme auch den KonsumentInnen direkt zugute, die so beispielsweise Heizkosten sparen könnten.

Die günstige Entwicklung des Jahres 2007 ist vor allem durch Einsparungen im Raum-wärmebereich aufgrund des warmen Wetters zurückzuführen. "Im Verkehrsbereich wird vom Landwirtschaftsminister die Wirksamkeit der Biotreibstoffe überschätzt", so Lauber. Denn der Einsparung von 1 Mio Tonnen Kohlendioxid durch die Biotreibstoffe im Ver-kehrssektor stehen Emissionen von etwa 500.000 Tonnen Kohlendioxid in anderen Sek-toren gegenüber. Unterm Strich bleiben -mit viel finanziellem Aufwand - netto nur etwa 0,5 Mio Tonnen übrig. Daher wird die im Herbst fixierte Steigerung des Biotreibstoffanteils auf 5,75 Prozent - Österreich prescht hier innerhalb Europas unnötig vor - künftig auch nicht 1,5 Mio Tonnen Kohlendioxid einsparen, sondern nur die Hälfte.

"Minister Berlakovich setzt auf erneuerbare Energien und auf Umwelttechnologien. Klar ist aber, dass künftig die Klimaziele nur mit massiven Effizienzsteigerungen zu erreichen sind. Dazu können sicher auch Umwelttechnologien einen Beitrag leisten", so Lauber. Sie reichen aber nicht aus, um die Klimaziele zu erreichen.

Deshalb fordert die AK:
+ Der Umweltminister sollte eine effizientere Energienutzung an die erste Stelle seiner Klimaschutzagenda setzen.
+ Möglichst rasch muss eine klimapolitische Gesamtstrategie entsprechend dem Regie-rungprogramm unter Einbeziehung der Sozialpartner erarbeitet werden.

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