Zinggl: Denkmalschutz wird zum politischen Spielball

Grüne: Schmied schafft mit der Translozierung des Innsbrucker Rotundengemäldes einen verhängnisvollen Präzedenzfall

Wien (OTS) - "Sie war zwar leider zu erwarten, deswegen ist die Entscheidung der Ministerin aber nicht weniger schädlich", reagiert der Kultursprecher der Grünen Wolfgang Zinggl auf die Genehmigung von Claudia Schmied, das Riesenrundgemälde 'Die Schlacht am Bergisel' zu translozieren. Die Kulturministerin setzt sich damit in zweiter Instanz über einen Entscheid des Bundesdenkmalamtes (BDA) hinweg, der die Verlegung des Kunstwerkes von der Rotunde in das neue Museum am Bergisel untersagt hatte. "Eigentlich könnte das BDA jetzt auch gleich abgeschafft werden, wenn seine konservatorischen Bedenken gegenüber anderen politischen Interessen ohnehin über Bord geworfen werden", erklärt Zinggl, den es interessieren würde, welche Interessen die Ministerin tatsächlich veranlasst haben, ihre eigene Behörde so zu brüskieren. "Claudia Schmied zerstört damit nicht nur historische Substanz, sondern auch die Bundesautorität des BDA, das über vordergründige Interessen hinweg, langfristig Rücksicht auf die Denkmäler der Republik nehmen muss und insofern nachhaltig entscheidet", meint Zinggl. "Mit dieser Entscheidung hat die Ministerin einen verhängnisvollen Präzedenzfall geschaffen, der der lokalen Politik den uneingeschränkten, rein ökonomisch argumentierten Zugriff auf das kulturelle Erbe erlaubt. Für einen allfällig auftretenden Schaden beim Transfer ist sie nun allein verantwortlich."

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