Schrott-Reaktor in Bohunice auch als "Notlösung" nicht akzeptabel

Kerschbaum: Regierung muss sofort handeln!

St.Pölten (OTS) - Die slowakische Regierung will - unter dem Vorwand der Gaskrise - den Reaktor V1 des AKW Bohunice wieder in Betrieb nehmen. "Diese illegale Wiederinbetriebnahme eines hochriskanten Kernreaktors darf die Österreichische Bundesregierung nicht hinnehmen! Hier sind alle Möglichkeiten - inklusive eines Vertragsverletzungsverfahrens - auszunützen, um diesen Wahnsinn zu verhindern", fordert die Grüne Bundesrätin, Elisabeth Kerschbaum. "Die Bundesregierung darf nicht unter stillem Protest zur Kenntnis nehmen, dass die Slowakei sich augenzwinkernd über ihre Beitrittsverpflichtungen hinwegsetzt!"
Der Reaktor V1 war erst am Jahresende 2008 stillgelegt worden. Die Stillegung war eine Bedingung für den EU-Beitritt der Solwakei -nicht ohne Grund, denn der Reaktor gilt als einer der gefährlichsten Europas. "Seit 2004 hätte die slowakische Regierung an einem nachhaltigen Ersatz für Bohunice durch erneuerbare Energien arbeiten können - doch die Slowakei plant nur neue Atomkraftwerke, wohl wissend, dass weder mit Gas, noch mit Atomenergie eine Unabhängigkeit in der Stromerzeugung erreicht werden kann", so Kerschbaum.
Die Aussage des slowakischen Regierungschefs Robert Fico "man solle den Standpunkt Österreichs in dieser Frage nicht überschätzen" zeige aber leider auch die Unzulänglichkeit der Österreichischen Anti-Atompolitik. "Stille Proteste im Inland und Schweigen zum Thema bei bilateralen Gesprächen, Säumigkeit in der eigenen Energiepolitik und die Abhängigkeit von (Atom)Stromimporten schwächen den österreichischen Standpunkt in der EU! Um ernst genommen zu werden, muss Österreich endlich selbst mit gutem Beispiel vorangehen und Energieautarkie anstreben", ist Kerschbaum überzeugt.

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