Neues Tourenbuch: Schneeschuh-Stapfen in den Wiener Hausbergen

Wien (OTS) - Irgendwo zwischen Winterspaziergang und
Schitourengehen liegt die kalte glitzernde Welt der Schneeschuh-Wanderer. Man geht nicht, man schlurft, ist man oben, fährt man nicht ab, sondern gleitet im Idealfall geschmeidig durch den Pulverschnee, mitten durch den Wald. Vor etwa zehn Jahren war das Stapfen im Schnee noch zugegebenermaßen exotisch, zwischenzeitlich kann man sich sehen lassen, selbst ein kleiner Markt hat sich daraus entwickelt. Dennoch: Die Bücher über Touren rund um Wien sind überschaubar, die Autoren sind verwurzelt wie die Rauhreif-Tannen im Winterwald, die Tourenempfehlungen wachsen langsamer als etwa im Skitouren-Segment, auch das Angebot guter Fachgeschäfte - im vorliegenden Buch leider nicht enthalten - ist für Wien an einer Hand aufzuzählen. Kurzum, das Prinzip Schneeschuh hat seine Exotik verloren, zum Heuler unter den Wintersportarten reicht es im Schifahrer-Staat Österreich dennoch nicht.

Nichtsdestoweniger zählt Csaba Szépfalusis neuester Tourenband beachtliche 59 Ausflüge in das wiennahe Mittelgebirge auf, wobei einige Touren, so etwa auf den Tonion bei Mariazell, schon sehr arg am Begriff der Wiener Hausberge kratzt. Kieneck, Eisenstein, Hocheck, die Rax- und Reisalpe, der Unterberg, die Dürre Wand passen hingegen sehr wohl in den kalt temperierten Traditions-Claim der Hausberge und sie machen deutlich die Mehrheit der Empfehlungen aus. Zu jeder Tour gibt es Kartenmaterial mit eingezeichneter Tour, welches jedoch zu klein ist, um die 1:50 000er-Landkarte dauerhaft zu ersetzen. Wie überhaupt zu erwähnen wäre, dass Schneeschuhtouren, die bei guter Schneelage problemlos und erlebnisreich auch im Wienerwald zu machen sind, ein gerüttelt Maß an Orientierungssinn und Kompasskunde erfordern. Ist es meterdick weiß im Wald und auf den Hochweiden, verwandelt sich die im Sommer und Herbst gewohnte Markierungs-Landschaft vollends: einerseits verschwindet sie, andererseits empfehlen die Touren zu recht andere Auf- und Abstiege, Querungen und Passagen, als für Wanderer.

Jede Menge Bilder vom Autor komplettieren den vorliegenden brauchbaren Tourenführer rund um Wien, die Info-Kästen informieren über Einkehrmöglichkeiten bzw. fassen noch einmal gerafft die Tour zusammen, eine Gesamtübersicht am Ende des Buches bietet die gute Möglichkeit, sich über die nächste winterliche Schlurf-Tour bei Thermoskanne, Walkhandschuhen und über glitzernde Schneedecken klar zu werden. Besonders wichtig: Die Wegbeschreibungen des Autors passen, sind präzise und brauchbar. Löblich: Für fast jede Tour wird auch die Anreise mit Bahn und Bus skizziert. Infos über Gehtechnik, Verhalten im Winter und anderes mehr zu Beginn des transportablen Guides kommen selbstverständlich auch vor.

Csaba Szépfalusi, Schneeschuhwandern. Die schönsten Touren in den Wiener Hausbergen, Residenz Verlag (www.residenzverlag.at), Euro 21,90, ISBN 978-3-7017-3120-6, St.Pölten-Salzburg 2008. (Schluss) hch

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