Bohunice - BZÖ-Widmann: Bundesregierung soll slowakischen Botschafter ins Außenamt zitieren

Schrottreaktor abreißen statt hochfahren

Wien 2008-01-11 (OTS) - BZÖ-Energiesprecher Rainer Widmann
forderte heute die Bundesregierung auf, alle erdenklichen Gegenmaßnahmen gegen die Wiederinbetriebnahme des slowakischen Pannenreaktors Bohunice einzuleiten. "Bohunice reiht sich unter die drei gefährlichsten Atomreaktoren in ganz Europa ein und die Slowakei nutzt die derzeitige Gaskrise als Feigenblatt, um den Mörderreaktor Bohunice entgegen aller Abkommen und Versprechen wieder in Betrieb zu nehmen. Ich prophezeie, dass wenn Bohunice voll Strom liefern kann, die Gaskrise schon wieder vorbei ist. Die Bundesregierung soll sofort den tschechischen Botschafter ins Außenamt zitieren und ihm klarmachen, dass Österreich eine solche unverantwortliche Vorgangsweise gegen die Sicherheit unserer Bevölkerung nicht akzeptieren kann und wird", so Widmann.

Die Slowakei habe nur unter der Bedingung der Bohunice-Abschaltung der EU beitreten können. Jetzt hier alle Abkommen zu brechen sei unter europäischen Partnern inakzeptabel. "Die Bundesregierung soll alle rechtlichen Möglichkeiten, von einem Vertragsverletzungsverfahren bei der EU bis hin zu einer Völkerrechtsklage prüfen und wenn notwendig ausschöpfen. Die Slowakei spielt unverantwortlich mit der Sicherheit Mitteleuropas und das kann und darf nicht akzeptiert werden. Diese Schrottreaktoren müssen abgerissen statt hochgefahren werden", so Widmann abschließend.

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