Österreichs Diözesen reagieren auf "Modetrend Pilgern"

Überdiözesane Arbeitsgruppe kam am Rande der Österreichischen Pastoraltagung in Salzburg erstmals zusammen - Bischof Alois Schwarz: "Kirche muss die 'Marke Pilgern' qualitätsvoll sichern"

Salzburg, 9.1.09 (KAP) Österreichs Diözesen reagieren auf den "Modetrend Pilgern". Am Rande der Österreichischen Pastoraltagung konstituierte sich in Salzburg eine überdiözesane Arbeitsgruppe. Geleitet wird die Arbeitsgruppe von Anton Wintersteller (Erzdiözese Salzburg). Die Arbeitsgruppe plant u.a. die Einrichtung einer österreichweiten "Woche des Pilgers".

Bei der konstituierenden Sitzung sagte der Kärntner Diözesanbischof Alois Schwarz: "So wenig die Pilgerwege vor Landesgrenzen Halt machen, so wenig dürfen sie auch vor den Diözesangrenzen Halt machen". Zugleich gelte es, die "Marke Pilgern" durch gemeinsame Qualitätsstandards "sicher zu stellen", um so eine "Vereinnahmung durch die Tourismusindustrie" zu vermeiden. Angesichts des gegenwärtigen Pilgertrends sei es die Aufgabe der Kirche, "spirituell vagabundierende Menschen" zu begleiten und ihnen "gerade nicht eine fernöstliche, sondern die spezifisch christliche Form der Mystik nahe zu bringen", so Schwarz.

Ziel der Arbeitsgruppe ist laut Wintersteller die Vernetzung der bestehenden Projekte und Initiativen in den Diözesen, die Erarbeitung gemeinsamer Pilgerinformationen und Broschüren, die Koordination der bestehenden Lehrgänge für Pilgerbegleiter sowie die Weiterentwicklung und Bewerbung der beiden Plattformen "www.pilgern.at" sowie "www.pilgerwege.at". Während "pilgerwege.at" über das vorhandene Netz an Pilgerwegen und Wallfahrtsorten in Österreich informiert, stellt "pilgern.at" eine Plattform dar, auf der sich Pilger und Interessierte austauschen und ihre Erfahrungen und Tipps placieren können. (ende)
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