"Tiroler Tageszeitung" Kommentar: "Regionalität ist riesige Chance" (Von Mario ZENHÄUSERN)

Ausgabe vom 10. Jänner 2009

Innsbruck (OTS) - Die regionale Verankerung macht Unternehmen weniger anfällig für weltweite Wirtschaftskrisen.

Die anhaltende Wirtschaftskrise wird Tirol nicht verschonen. Das ist leider eine Tatsache. Aber Pessimismus ist genauso wenig angebracht wie überbordender Optimismus. Die Prognosen für unser Land lassen keine Luftsprünge zu, sind aber auch nicht so, dass wir alle vor Angst zittern müssten. Weil zu Tode gefürchtet letztlich eben doch auch gestorben ist. Und weil die Krise auch eine Chance bedeuten könnte.

Die Flaute in der Industrie hat der viel gepriesenen Globalisierung ihre Grenzen aufgezeigt. Das Chaos auf den Finanzmärkten hat das Fehlen energischer und effizienter Kontrollmechanismen für viele schmerzlich spürbar gemacht.
Tirol ist bisher mit einem blauen Auge davongekommen. Das hängt in erster Linie mit einer hiesigen Besonderheit zusammen: der Regionalität. Die kleine bzw. mittlere Struktur der heimischen Unternehmen, ihr starker Bezug zur Region und den Menschen, die hier leben, macht sie für weltweite Krisen weit weniger anfällig. Der starke Tourismus hilft zudem, möglicherweise doch bevorstehende wirtschaftliche Talsohlen auszugleichen.

Das Festhalten an dieser regionalen Verankerung, ihr weiterer Ausbau, lässt es nicht ausgeschlossen erscheinen, dass Tirol gestärkt aus dieser wirtschaftlichen Berg- und Talfahrt herausgeht. Die Voraussetzungen sind, allen Unkenrufern zum Trotz, gar nicht so schlecht: Bundes- und Landesregierung haben mit Steuerreform und Entlastungspaketen dafür gesorgt, dass den Familien heuer mehr Geld übrig bleibt. Wird das richtig eingesetzt, nämlich regional, hat die Krise einen starken Gegner mehr.

Rückfragen & Kontakt:

Tiroler Tageszeitung, Chefredaktion Tel.: 05 04 03 DW 610

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PTT0001