Bischof Küng beim Weltfamilientreffen in Ciudad de Mexico

Österreichischer "Familien-Bischof" erhofft sich von dem Treffen "starke Impulse für die Familienarbeit"

St. Pölten, 9.1.09 (KAP) Der österreichische "Familien-Bischof" Klaus Küng nimmt als Vertreter der Österreichischen Bischofskonferenz am 6. katholischen Weltfamilientreffen in Ciudad de Mexico teil. Er wird von Mitarbeitern diözesaner Familienreferate aus Österreich begleitet, unter ihnen Doris Kloimstein vom Katholischen Bildungswerk der Diözese St. Pölten und drei Ehepaaren aus Graz.

"Bei diesem Weltfamilientreffen geht es um die Bedeutung der Familie zur Vermittlung menschlicher und christlicher Werte und dies vor allem in den unterschiedlichsten Situationen einer säkularisierten Welt", erläuterte Bischof Küng vor seiner Abreise. Die Familie sei grundlegend für die Vermittlung wesentlicher Werte in der Gesellschaft, etwa im Hinblick auf den Schutz des Lebens, auf die Liebe und den Glauben. Es gelte, "die Kraft der Familie neu zu entdecken und sie zu befähigen, in der säkularisierten Umwelt die Voraussetzungen für die Entwicklung der Persönlichkeit, die Entfaltung der sozialen Tugenden sowie die Entdeckung des Glaubens zu schaffen". Beim Treffen in Ciudad de Mexico wird Bischof Küng auch einen "runden Tisch" mit Vertretern aus Asien, Afrika, Ozeanien und beiden Amerika leiten.

Bischof Küng, der bereits bei den Weltfamilientreffen in Rom (1994 und 2000) und Valencia (2006) teilgenommen hatte, erwartet sich von dem Treffen in Ciudad de Mexico auch "starke Impulse für die Familienarbeit in Europa". Die Familie sei die Grundlage für die kirchliche Arbeit, so der "Familien-Bischof". Auch in den weltweit unterschiedlichen Situationen sei die Familie überall die wichtigste Keimzelle von Kirche und Gesellschaft. Besonders in Umbruchzeiten sei die Familie der wichtigste Ansatzpunkt. Wenn die Familie den Glauben im Alltag nicht umsetze, sei der Glaube in Gefahr, unterstrich Küng.

Bei seinem Aufenthalt in Mexiko im Rahmen des Weltfamilienkongresses wird Bischof Küng auch den bei den Müllmenschen in Ciudad de Mexico seit vielen Jahren wirkenden St. Pöltner Diözesanpriester Martin Römer besuchen. (ende)
K200900244
nnnn

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KAT0004