BZÖ-Hagen zu Kriminalstatistik: Rückgang nur bedingt erfreulich

Mehr Uniformierte auf die Straßen, Strafmündigkeit schon ab zwölf Jahren

Wien (OTS) - Der Rückgang bei den Anzeigen um 3,6 Prozent laut der Kriminalstatistik könnte durchaus positiv zu sehen sein, so BZÖ-Exekutivsprecher Abg. Christoph Hagen. Allerdings sei nicht klar erkennbar, "was hinter den Zahlen steckt" und vieles sei "wischi-waschi." Dem erschreckenden Anstieg der Kriminalität bei Jugendlichen sei mit einem Herabsetzen der Strafmündigkeit auf 12 Jahre zu begegnen. Vorbeugend verlangt Hagen, dass Polizisten weniger administrative Tätigkeiten erledigen und mehr Dienst auf der Straße machen.

Der Rückgang bei den Anzeigen kann durchaus auch damit zusammen hängen, dass viele Geschädigte einfach desillusioniert seien und keine Anzeige erstatten, warnte Hagen. Deshalb müssten zur Prävention einfach mehr Polizisten wieder auf der Straße im Einsatz sein, statt Schreibarbeiten zu verrichten. "Rund 60 bis 70 Prozent sind die Beamten im Wachzimmer im Einsatz", so Hagen.

Die angekündigten 1.000 zusätzlichen Beamten - verteilt auf fünf Jahre - reichen laut Hagen nicht aus. "Seit die Einbeziehung der Polizei in die Arbeit der ersten Instanz im Strafprozess erfolgt ist, fehlen die Beamten im Streifendienst", erklärte Hagen.

Alarmierend ist für den BZÖ-Exekutivsprecher der hohe Anteil der 10-bis 14-Jährigen an der Statistik. Da sei die Herabsetzung der Strafmündigkeit durchaus ein abschreckendes Mittel. "Im Alter von zwölf Jahren können die Kinder durchaus schon zwischen Recht und Unrecht unterscheiden", gibt Hagen zu bedenken.

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