Wegen Gasstreit und Gazakrieg darf EU nicht die Ereignisse in der Türkei aus Blickfeld verlieren

Nach Verhaftung von angeblichen Ergenekon-Mitgliedern machen wieder einmal Putschgerüchte die Runde - Beitrittsverhandlungen sind sofort abzubrechen

Wien (OTS) - Vor dem Hintergrund des russischen Gaslieferstops und des Gazakrieges dürfe Brüssel nicht die Ereignisse in der Türkei aus dem Blickfeld verlieren, sagte heute der freiheitliche EU-Abgeordnete Andreas Mölzer. "Nach der Verhaftung von 40 Personen, darunter drei Generälen im Ruhestand, die dem Geheimbund Ergenekon angehören sollen, herrscht in dem kleinasiatischen Land große Unruhe. Wieder einmal machen Putschgerüchte die Runde", erklärte Mölzer, der auch Mitglied der Türkei-Delegation des Europäischen Parlaments ist.

Wie ein Land, in dem die Islamisierung zügig voranschreitet und wo eine innenpolitische Krise die nächste ablöst, jemals EU-Mitglied werden könne, sei, so der freiheitliche EU-Mandatar, völlig unklar. "Hinzu kommen die weiterhin bestehenden schweren Defizite bei den Rechten von religiösen und ethnischen Minderheiten. Und die Lage in den Kurdengebieten ist als höchst instabil zu bezeichnen. Mit anderen Worten: Die Türkei ist alles andere als Europa-reif", betonte Mölzer.

Daher forderte der freiheitliche Europaparlamentarier den sofortigen Abbruch der Beitrittsverhandlungen mit Ankara. "Die EU muß endlich mit der Türkei ein offenes und ehrliches Gespräch führen und erklären, daß sie für eine Aufnahme in die EU nicht in Frage kommt und statt dessen die Aufnahme von Verhandlungen über eine privilegierte Partnerschaft anbieten", schloß Mölzer.

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