GPA-djp-Katzian zu Autoindustrie: Kurzarbeit mit Weiterqualifizierung verbinden

Mitsprache der BetriebsrätInnen und KV-Partner muss gewährleistet bleiben

Wien (GPA-djp) - "Das am besten geeignete Instrument, um den negativen Folgen der Krise für die Beschäftigten der Automobilindustrie zu begegnen, ist jenes der Kurzarbeit. Allerdings sollte bei einer etwaigen Verlängerung der Kurzarbeit diese mit konkreten Qualifizierungsmaßnahmen verbunden werden. Dazu sollte unter Mitwirkung der KV-Partner ein bundesweiter Qualifizierungsziele-Katalog für die Automobilindustrie erarbeitet werden. Es sollten folglich nur Betriebe, die solche konkreten Qualifizierungsvorgaben erfüllen, die verlängerte Kurzarbeitsunterstützung des AMS erhalten", forderte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Wolfgang Katzian im Rahmen des gestrigen Autogipfels. ++++

Generell müsse bei allen Maßnahmen, wie Branchenstiftungen, verlängerter Kurzarbeit oder geänderten Arbeitszeitmodellen die Mitsprache der BetriebsrätInnen und der Kollektivvertragspartner gewährleistet sein, so Katzian. Strikt abzulehnen seien so genannte "Aussetzverträge", bei denen Beschäftigte kurzfristig Arbeitslosengeld beziehen und dann wieder eingestellt werden, sie seien mit großer Rechtsunsicherheit für die Betroffenen verbunden. Arbeitszeitflexibilisierungen, mit massiven Einkommensverlusten wird es mit GPA-djp Zustimmung nicht geben, betont Katzian.

"Die derzeitige Krise der Branche sollte genutzt werden, um neue Zukunftsperspektiven zu erschließen. Sinnvoll ist eine gezielte Förderung von Forschung in innovativen Bereichen, wie zum Beispiel alternative Treibstoffe und Fahrzeugsicherheit. So könnte Österreich nicht nur seine Kompetenzen im Bereich der Fahrzeugsicherheit ausbauen, sondern auch Nachrüstungen bei der Sicherheit von PKWs öffentlich fördern", erklärt Katzian.

"Darüber hinaus benötigen wir dringender denn je Maßnahmen zur Stärkung der Kaufkraft der ArbeitnehmerInnen. Sie sind es, die der Wirtschaft und somit auch der Autoindustrie durch ihre Nachfrage den nötigen Impuls verleihen können, der aus der Krise führt", so Katzian abschließend.

ÖGB, 9. Jänner 2009 Nr. 6

Rückfragen & Kontakt:

GPA-djp
Mag. Martin Panholzer
Tel.: 05 0301-21511
Mobil: 05 0301-61511
E-Mail: martin.panholzer@gpa-djp.at
http://www.gpa-djp.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0002