GPA-djp Initiative für faire IKEA-Unternehmenspolitik: Fair handeln - fair teilen!

Umfrage: Sonntagsarbeit von IKEA Beschäftigten abgelehnt - MitarbeiterInnen am Unternehmenserfolg beteiligen

Wien (GPA-djp/ÖGB) - Zu Jahresende 2008 wurden IKEA Beschäftigte von der GPA-djp eingeladen, ihre Meinung zur Forderung der IKEA Geschäftsführerin nach Sonntagsöffnung einzubringen. "Das Ergebnis ist eindeutig, Sonntagsarbeit wird auch von den IKEA Beschäftigten einstimmig - und zwar mit 92% der eingelangten Abstimmungskarten -abgelehnt", bestätigt der stv. Bundesgeschäftsführer der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Karl Proyer, das Resultat der Befragung. ++++
"Aus den veröffentlichten Wirtschaftsdaten wissen wir außerdem, dass das vergangene Geschäftsjahr für IKEA sehr erfolgreich war - trotz Finanzkrise und Inflation. IKEA selbst hat sich als Nutznießer der internationalen Finanzkrise bezeichnet", so Proyer weiter. Bei der Entlohnung bewegt sich IKEA allerdings im unteren Bereich des Handels: "Nach unseren Informationen wird überwiegend lediglich das kollektivvertraglich vereinbarte Mindestgehalt bezahlt. Unternehmen, welche gute betriebswirtschaftliche Ergebnisse erzielen, ‚dürfen’ ihren Beschäftigten auch jederzeit mehr zahlen um sie so am Unternehmenserfolg zu beteiligen", erklärt Proyer.
Bei jedem Umsatz von 100,- Euro erzielte IKEA zuletzt offenbar einen Gewinn von rund 3,90 Euro. Zum Vergleich: Der Durchschnitt in der österreichischen Möbelbranche liegt nach gewerkschaftlichen Informationen bei nur rund 1,00 Euro. "Die GPA-djp richtet daher an IKEA die Botschaft, die Beschäftigten, die für den guten Unternehmenserfolg gearbeitet haben, an diesem Erfolg teilhaben zu lassen und einen fairen Teil des erzielten Gewinns an die Beschäftigten weitergeben", fordert Proyer.
Die GPA-djp ruft im Internet zur Unterstützung dieser gewerkschaftlichen Forderung zum Vorteil für die IKEA Beschäftigten auf und startet ab Freitag, den 09.01.2009 unter
www.gpa-djp.at/ikea
die Internetinitiative "Neues IKEA-Familiy-Angebot: FAIR HANDELN -FAIR TEILEN".
Interessierten und engagierten KonsumentInnen ist es ab sofort möglich, diese Kampagne mit ihrer Unterschrift zu unterstützen und ihre Sichtweise im Internet zu posten.

ÖGB, 9. Jänner 2009 Nr. 5

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