Salzburg muss seine Chancen sichern!

WK Salzburg legt der Politik Vorschlagsprogramm für den Wirtschaftsstandort Salz-burg vor: "Für eine langfristig berechenbare Wirtschaftspolitik"

Salzburg (OTS) - Unter dem Titel "Für eine langfristig
berechenbare Wirtschaftspolitik - Die Wettbewerbsfähigkeit der Salzburger Wirtschaft sichern" legt die WKS Vorschläge für Projekte und wirtschaftspolitische Maßnahmen vor, die auf die Verbesserung der Rahmenbedingungen zielen und die für Salzburg die Grundlage für ein "Salzburg muss gerade in schwierigen Zeiten stärker in die Zukunft investieren", erklärte WKS-Präsident KommR Julius Schmalz am Donnerstag, 8. Jänner, bei der Vorstellung von strategischen Maßnahmen für den Wirtschaftsstandort Salzburg.
Die Vorschläge wenden sich an die zur Landtagswahl am 1. März antretenden Parteien. "Wir sehen unser Paket an Maßnahmen als Vorschläge, die in Kooperation von Wirtschaft und Politik konkretisiert und weiterentwickelt werden sollen. Das ist für die Wirtschaftskammer Salzburg bewusst nicht ein Forderungskatalog, den wir auf den Tisch knallen, sondern ein Angebot zur Zusammenarbeit nach dem 1. März", betonte Präsident Schmalz.
Die Vorschläge, zusammengefasst von Dkfm. Bernd Gaubinger, Leiter der Wirtschaftspolitischen Abteilung der WKS, wurden in Zusammenarbeit mit allen wahlwerbenden Gruppen in der WKS (Wirtschaftsbund, Wirtschaftsliste Salzburg Haigermoser, Industriellenvereinigung, Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband, Grüne Wirtschaft) erarbeitet. "Einmal mehr spricht die Wirtschaft in Salzburg mit einer Stimme, wenn es um strategische Maßnahmen für den Wirtschaftsstandort Salzburg geht", kann Präsident Schmalz auf volle Unterstützung aller Fraktionen in der WKS für die WKS-Vorschläge pochen.
Chancenmanagement statt Krisenmanagement
Die nun vorgelegten Maßnahmen begreifen sich dabei weniger als Konjunkturpaket - hier hat die WKS bereits wichtige Investitionsfördermaßnahmen insbesondere für KMU durchgesetzt -, sondern als Basis für eine strategische Neuausrichtung der Salzburger Wirtschaft. "Ich vermisse - bei aller Spitzenstellung der Salzburger Wirtschaft - eine stärkere Zukunftsorientierung in der Landespolitik", so Schmalz: "Ich bin aber durchaus optimistisch, wenn wir jetzt, aus der krisenhaften Situation heraus, das tun, das auch ohne Krise richtig gewesen wäre: Salzburgs Infrastruktur-Blockade lösen, noch stärker in die Bildung investieren, die Forschung ausbauen, neue Produkte entwickeln und unsere Wirtschaft ressourcen-und energieeffizienter machen", fasst Schmalz die wichtigsten Maßnahmen zusammen: "Wir müssen aus dem Krisenmanagement ein Chancenmanagement machen!"
Denn die Ausgangslage in Salzburg ist auch für die nächsten Jahre alles in allem nicht schlecht:
- Salzburgs Wirtschaft wird 2008 laut Prognosen durchaus noch um rund 2% wachsen, für heuer erwartet die WKS eine Stagnation, was angesichts von Rezessions-Erwartungen und dem hohen Ausgangsniveau positiv zu sehen ist.
- Im Vorjahr wurden mit rund 10.800 Lehrlingen so viele junge Menschen wie schon lange nicht mehr ausgebildet.
- 2008 wuchs die Beschäftigung in Salzburg voraussichtlich um rd. 2,6% und es herrschte mit 3,9% Arbeitslosenrate Vollbeschäftigung. - Im Vorjahr wurden erneut über 2.000 Unternehmen gegründet.
- Gleichzeitig sind die branchenbezogenen Nachrichten - mit Ausnahmen - noch positiv: das Weihnachtsgeschäft dürfte auf dem hohen Niveau des Vorjahres abschließen, im Tourismus ist man über eine gute Buchungssituation erfreut und auch in anderen Sparten ist die Lage noch nicht krisenhaft.
Wirtschaft trägt Verantwortung
"Unser Angebot zur Zusammenarbeit in der Standortpolitik ist auch ein Teil der Verantwortung, den die Salzburger Wirtschaft für Beschäftigung und Gesellschaft übernommen hat", macht WKS-Präsident Schmalz auf das Jahresthema 2009 der WKS aufmerksam: "Wirtschaft trägt Verantwortung". "Wir wollen gerade vor dem Hintergrund der Finanzkrise zeigen, wie wichtig unternehmerische Verantwortung ist und wie selbstverständlich für den weit überwiegenden Teil der heimischen Betriebe wirtschaftlich nachhaltiges Agieren und soziale und ökologische Verantwortung sind. 'Corporate Social Responsibility' ist für viele unserer Betriebe gelebter Alltag." Weil die Wirtschaft aber auch viel leistet, hat sie die Legitimation, bei der Gestaltung der Rahmenbedingungen mitzuarbeiten. Schmalz: "Wir werden den Vorschlagskatalog in den nächsten Tagen den Spitzen der im Landtag vertretenen Parteien übergeben und erwarten uns eine sachgerechte Auseinandersetzung."

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