Vilimsky: Beispiellose Schieflagen im Fördersystem des Innenministeriums

Während Vereine in der Asyl- und Fremdenbetreuung mit Millionen gespeist werden - lässt Innenressort freiwillige Hilfsorganisationen aushungern

Wien (OTS) - Bemerkenswerte und absolut hinterfragbare Fakten
seien jetzt durch eine aktuelle Beantwortung einer FPÖ-Anfrage an Innenministerin Fekter ans Tageslicht gekommen, gab heute FPÖ-Generalsekretär, Sicherheitssprecher des Freiheitlichen Parlamentsklubs NAbg. Harald Vilimsky bekannt.

"In der Anfrage wollten wir vom Innenministerium Zahlen zu den finanziellen Förderungen heimischer NGO’s erfragen", so Vilimsky. "Es war höchste Zeit Transparenz dahingehend zu erhalten, welche Vereine denn eigentlich überhaupt finanzielle Zuwendungen erhalten und wie viel das Innenressort insgesamt auszahlt." Vor allem sei von großem Interesse gewesen, wie hoch die Gesamtausgaben für NGO’s und Vereine gewesen seien, die sich mit Asyl- und Fremdenbetreuung beschäftigen.

Und da, betont Vilimsky, sei man schließlich auf beispiellose Schieflagen im Fördersystem des Innenministeriums gestoßen. "Auffallend und bezeichnend, dass allein in den Jahren 2003 bis 2008 das Innenressort beispielsweise der Caritas Österreich Fördermittel in der Höhe von fast 2 Millionen Euro, oder der Diakonie - dem Evangelischen Flüchtlingsdienst ca. 4,5 Millionen Euro ausbezahlt hat." Im Vergleich dazu aber, unterstreicht Vilimsky, habe der Österreichische Bergrettungsdienst lediglich 60.000 Euro Gesamtsumme im Jahr 2008 erhalten. Die Caritas Österreich jedoch allein in diesem Jahr rund 535.000 Euro an Fördermittel zur Verfügung gehabt habe, die Diakonie 625.000 Euro, European Homecare ca. 120.000 Euro, die Israelitische Kultusgemeinde 86.000 Euro - und selbst "Radio Afrika" 5.000 Euro habe lukrieren können.

Vilimsky verlangt in Folge dessen ein vernünftiges Überdenken der Fördermittelvergabe durch das Innenressort und verweist auf die zahllosen ehrenamtlichen Mitarbeiter von Organisationen, wie dem Österreichischen Bergrettungsdienst, die mit knappstem finanziellen Rückhalt das System der freiwilligen Hilfsorganisationen mittragen müssen. Um deren Fortbestand nicht zu gefährden, sei eine kluge Umschichtung der Fördermittel mehr als überfällig.

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