Glawischnig zu Gaskrise: Bundesregierung agiert hilflos

Grüne kritisieren jahrelange Versäumnisse und fordern radikales Umdenken

Wien (OTS) - "Die Bundesregierung verhält sich in der Gaskrise wie das Kaninchen vor der Schlange und agiert völlig hilflos", kritisiert Eva Glawischnig, geschäftsführende. Bundessprecherin der Grünen. "Vom Bundeskanzler abwärts wird die Bevölkerung falsch beschwichtigt und es wird unablässig betont, dass die Auswirkungen der Krise auf Österreich im Vergleich zu anderen Staaten ohnehin gering seien. Der Industrie wird noch dazu empfohlen auf Öl und Kohle umzusteigen. Das ist armselig, mutlos und kontraproduktiv", bemängelt Glawischnig. "Ich fordere ein radikales Umdenken in der Energiepolitik. Die gefährliche Abhängigkeit von russischen Gasimporten muss reduziert und langfristig beendet werden. Pläne für milliardenschwere neue Gaskraftwerke und Gasleitungen müssen gestoppt und stattdessen der Umbau unseres Energiesystems finanziert werden. Österreichs Energieversorgung muss aus Öl und Gas aussteigen, der Energieverbrauch gesenkt, Ökoenergien ausgebaut werden. Das schafft langfristig Versorgungssicherheit, zehntausende neue Arbeitsplätze und hilft, die Klimaschutzziele zu erreichen."

Bereits vor drei Jahren habe der russische Präsident Putin klargemacht, dass er die Energieversorgung Europas per Knopfdruck lahm legen kann. Schon damals haben die Grünen den Umstieg von Gas und Öl auf erneuerbare Energieträger bzw. Energiesparprogramme gefordert. "Aber die SPÖ und ÖVP sind noch immer nicht im 21. Jahrhundert angekommen, sondern im Gegenteil alles getan, dass Österreich die Energiekrisen voll treffen", kritisiert Glawischnig. "Die Bundesregierung hat das Ökostromgesetz zerschlagen, weitreichende Klimaziele blockiert und voll auf den Ausbau von Gaskraftwerken und Gaspipelines gesetzt", kritisiert Glawischnig. Die jetzige Krise sei beispiellos. Wenn die Bundesregierung ein zweites Mal den Fehler begehe, keine Konsequenzen zu ziehen, sei das in höchstem Maße verantwortungslos.

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