Gaslieferstopp: Grillitsch fordert Befreiung vom Gängelband fossiler Energien

Nutzung erneuerbarer Rohstoffe ist Gebot der Stunde

Wien (OTS) - "Die Nutzung erneuerbarer Energie ist nicht nur ein wesentlicher Beitrag zur Erreichung unserer Klimaschutzziele, sie verringert auch die Abhängigkeit von Energieimporten, die meist aus krisengebeutelten und politisch instabilen Regionen kommen", erklärt Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch. Der Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine zeige einmal mehr "wie schnell jemand den Hahn zudrehen kann und welch drastische Konsequenzen dies mit sich bringt". "Österreich hat im Bereich der erneuerbaren Energieträger eine Vorreiterrolle in Europa inne. Diese starke Position gilt es jetzt noch weiter offensiv auszubauen. Wir müssen intensiv über eine nachhaltige Energiezukunft nachdenken - die verstärkte Nutzung nachwachsender Rohstoffe ist dabei Gebot der Stunde", fordert Grillitsch.

"Den Bekenntnissen der Bundesregierung in ihrem Programm zur effizienten Nutzung der erneuerbaren Energien müssen Taten folgen. Es bedarf der Ausschöpfung aller Potenziale, um die hehren Ziele der EU-Vorgaben beim Klimaschutz auch wirklich zu erfüllen", so der Bauernbundchef. Demnach müsse der Anteil an erneuerbarer Energie bis 2020 auf 34% angehoben und die Treibhausgas-Emissionen um 20% gesenkt werden. "Anstatt das Geld ins Ausland zu überweisen, können wir mit der Nutzung nachwachsender Rohstoffe die Wertschöpfung in Österreich halten und zusätzlich Arbeitsplätze in den Regionen schaffen. Wir müssen uns vom Gängelband der Fossilen befreien und noch stärker auf heimische nachwachsende Energieträger setzen", unterstreicht Grillitsch. Gemeinsam mit Energieeffizienz-Maßnahmen sei das der richtige Schritt in eine nachhaltige Energiezukunft. Mit den richtigen Strategien kann Österreich laut Experten den Gasverbrauch bis 2020 fast halbieren.

"Die heimische Landwirtschaft ist startklar für den zukunftsfähigen Markt der erneuerbaren Energien. Die Bäuerinnen und Bauern sind sich ihrer Verantwortung bewusst und wollen für den gesamten ländlichen Raum Arbeitsplätze und Einkommen schaffen und unsere Umwelt schützen, ohne dabei das Zusammenspiel zwischen Lebensmittelproduktion, Futtermitteln und der Erzeugung alternativer Energien zu gefährden. Um dem drohenden Wirtschaftsabschwung entgegenzuwirken, bedarf es mutiger Gegenstrategien. Der Ausbau erneuerbarer Energie schafft zumindest 80.000 neue Arbeitsplätze", gibt Grillitsch zu bedenken.
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